LUXEMBURG
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Sieben Fragen an den DP-Abgeordneten Gilles Baum

Wir wissen, was die Politiker in diesem Sommer getan haben. Zumindest für diejenigen, die wir im Rahmen unserer Sommerserie befragt haben.

Neben den neuen Abgeordneten waren das auch die Fraktionsvorsitzenden bzw. Gruppenanführer der im Parlament vertretenen Parteien sowie die Parteipräsidenten resp.Parteisprecher. Als neue Abgeordnete zählen auch diejenigen Politiker, die vielleicht schon einmal in einer Regierung, aber noch nie in der Abgeordnetenkammer saßen.

Gilles Baum ist am 16. Januar 1973 geboren und Abgeordneter der DP.

Wie haben Sie die ersten sieben Monate in Ihrer neuen Funktion erlebt?

Gilles Baum Ich war 20 Jahre Lehrer in Roodt/Syre - und ich war gerne Lehrer - dennoch ist es eine Chance, wenn man mit 40 den Beruf wechseln kann. So habe ich mich auch schnell in den beratenden Kommissionen zurecht gefunden (Erziehung, Familie, Umwelt, Nachhaltigkeit und Infrastrukturen).

Weil ich kein kommunales Amt bekleide, bin ich flexibler, was es mir erlaubt, in anderen Kommissionen zu ersetzen; somit kann ich mir einen besseren Gesamtüberblick über die Dossiers machen.

Die Stimmung bei den dreizehn DP-Abgeordneten ist hervorragend, aber auch mit den Vertretern der anderen Parteien verstehe ich mich gut. Die Arbeit in den Kommissionen ist sehr intensiv und sehr interessant, bei den Plenarsitzungen im Parlament braucht man einen langen Atem und gutes Sitzleder; da könnte manches schneller gehen.

Seit ein paar Wochen bin ich Generalsekretär der DP, was es mir auch erlaubt, meinen politischen Horizont zu erweitern.


Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Kammersession?

BAUM Persönlich finde ich das Dossier Tram besonders spannend: Gut, dass nach 20 Jahren Studien endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Dreier-Koalition hat dieses Projekt sehr schnell umgesetzt, sehr zum Leidwesen der Bremser aus anderen Parteien.

Welches sind für Sie die Prioritäten für die „Rentrée“?

Baum Mit Spannung warten alle auf das Reformpaket der Regierung, aber auch das für 2015 geplante Referendum und der „neue“ Staatshaushalt werden uns im Herbst beschäftigen.

Wohin fahren Sie in den Urlaub und warum?

Baum Ich besuche mit meiner Frau und unseren vier Kindern meine Schwiegereltern in Benahavis, im Süden Spaniens. Ich bin nahe Gibraltar, und es ist eine Tradition geworden, den Berberaffen auf dem Felsen einen Besuch abzustatten.

Was haben Sie sich in sportlicher Hinsicht für den Urlaub vorgenommen?

Baum Ich habe nach Tauchorten an der Costa del Sol oder der Costa de la Luz gesucht. Daraus wurde zwar nichts, dafür war ich aber schnorcheln. Außerdem werde ich es mir nicht nehmen lassen, einige Partien Padel zu spielen.

Darüber hinaus werde ich mir zusammen mit meinem Sohn auch ein Spiel des FC Malaga anschauen, um zu sehen, wie sich ihr neuer Torhüter, Guillermo Ochoa, der auch mexikanischer Nationaltorwart ist, schlägt.

Welche Bücher planen Sie im Urlaub zu lesen?

Baum „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ von Jonas Jonasson und „Weit weg und ganz nah“ von Jojo Moyes. Daneben mit Sicherheit noch der eine oder andere Krimi von Simon Beckett oder Camilla Läckberg.

Welche Musik hören Sie am liebsten?

Baum Es kommt auf die Stimmung an, in Spanien „Heroes del Silencio“ oder Shakira.... eigentlich quer durch den Garten.