KAYL
DANIEL OLY

Das Startup SYD.Cloud setzt auf Luxemburg und bewährte Server von EBRC

Mehr Transparenz für alle Partner bei einer Transaktion - damit will das Startup „SecureYourDeal.Cloud“ punkten. Über das Startup war bereits im „Journal“ unter dem Namen „MyPaysecure“ zu lesen, als es noch in der Konzept- und Entwicklungsphase steckte.

Passt genau

Ab sofort geht das ungewöhnliche Konzept aber nach seiner Entwicklungsphase von zwei Jahren offiziell ins Rennen und startet künftig aus Luxemburg - genauer, von den Servern von EBRC. SYD.Cloud-CEO Saïd El Bakkali stellte das Konzept am gestrigen Donnerstag vor Ort in Kayl vor. „Der Standort Luxemburg und EBRC im Besonderen wurde bewusst gewählt“, erklärte El Bakkali. „Die Digitalisierung des Landes und der hervorragende Serversupport der EBRC und die Bestrebungen zum Datenschutz haben uns die Entscheidung leicht gemacht“. Immerhin habe EBRC in 17 Jahren Betriebszeit bislang keinen einzigen Betriebsausfall zu verzeichnen: „100% Uptime“, das betonten auch die Betreiber. Zudem respektiere man die neuen Datenschutzrichtlinien des GDPR, was ebenfalls positiv sei. Zuletzt sorge die Integration von „LuxTrust“ für die nötige Sicherheit.

SYD.Cloud möchte mit seinem Dienst für die richtige Interaktion und Transparenz bei Transaktionen sorgen. El Bakkali erklärt das so: „Wenn zum Beispiel ein Haus zu Verkauf steht, dann interagieren gleich mehrere Parteien miteinander: Makler, Käufer, Banken, vielleicht sogar Anwälte. Wir bieten ihnen eine gemeinsame Plattform, um Informationen und Dokumente untereinander auszutauschen und direkt in Kontakt miteinander zu treten“. Das sorge für die nötige Transparenz und beuge im Zweifelsfall auch Betrugsversuchen vor. „Zahlen tut der Kunde für jede Nutzung einzeln - egal, wie viele Teilnehmer sein jeweiliges Event hat“, erklärt der CEO. Eine monatliche Gebühr wird es hingegen nicht für den Dienst geben. „Banken, Kanzleien, (Lebens-)Versicherungen, Exportfirmen - sie alle haben gemeinsam, dass sie auf einen geregelten, strukturierten Fluss der Informationen angewiesen sind“, erklärt El Bakkali. „Darum haben wir schon jetzt eine gute Nachfrage bei von mehreren Unternehmen“. Für die Zukunft setzt sich die Firma auch hohe, aber in ihren Augen erreichbare Ziele: „Bis 2019 wollen wir 250.000 Nutzer oder Betriebe und knapp eine Million Transaktionen haben“, meinte der CEO. Dafür setzt man auf eine positive Weiterentwicklung der Plattform, auf gutes Feedback - aber besonders auf zufriedene Kunden.