LUXEMBURG
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Die Nacht des Gruselns im Großherzogtum

Das allgemein unter dem Namen „Halloween“ bekannte Fest, das am 31. Oktober, dem Vorabend von Allerheiligen, gefeiert wird, ist eigentlich ein Brauch, der auf das 19. Jahrhundert zurückgeht. Es knüpft an die alten in ganz Europa zu Ehren der Kürbisse gefeierten Feste und an Riten an, die die Menschen vor den Seelen der Verstorbenen schützen sollten.

Hierzulande ist es ein alter Ardenner Brauch bei Gelegenheit der Rückkehr des Viehs in den Stall. Als sie die Kühe hüteten, haben die Knaben Rüben ausgehöhlt und eine Kerze darin gesteckt. In der guten alten Zeit warteten sie die Dunkelheit ab, um mit den Kühen ins Dorf zurück zu kehren und fanden große Freude daran, mit ihren Leucht-Rüben die jungen Mädchen und Frauen, welche die Kirche nach dem Rosenkranz verließen, zu erschrecken. Damals wurde dieses Fest „D’Trauliicht brennen“ genannt.

„Halloween“, der Brauch, der vor 200 Jahren von den europäischen Auswanderern in die Vereinigten Staaten von Amerika mitgenommen wurde, wird seit den 1990er Jahren wieder auf unserem Kontinent gefeiert und hat heute nur noch kommerziellen Charakter.

„Trauliichtwochen“ in der „Robbesscheier“

Um eine alte luxemburgische Tradition wieder aufleben zu lassen, organisiert das „Naturerlebniscenter Robbesscheier“ in Munshausen im Ösling ab Mitte Oktober alljährlich die „Trauliichtwochen“. Mit einem besonderen Unterhaltungsprogramm und Workshops für das Aushöhlen von Rüben enden die „Trauliichtwochen“ am 31. Oktober mit einem Umzug der „Trauliichter“ um das „Naturerlebniscenter Robbesscheier“: Die Gruselwanderung mit Fackeln und selbstgemachten Traulichtern führt durch die stille, dunkle Nacht, durch den „Geisterwald“, und endet am Lagerfeuer mit dem Verbrennen der gefangenen Geister und mit dem Backen von Stockbrot.

Doch in anderen Ortschaften des Landes werden „Halloween“-Partys und Feste organisiert. So wird Donnerstag, 31. Oktober eine Halloween Party mit DJ Bob Christy in Grevenmacher (Quai der „MS Princesse Marie-Astrid“) organisiert. Beginn: 19.30.

Gruselnachmittag an Bord eines Navitours-Schiffes

Etwas Besonderes für Kinder hat sich Navitours einfallen lassen. So können die Kleinen am Donnerstag von 14.00 bis 17.00 einen aufregenden Gruselnachmittag an Bord eines der Navitours-Schiffe erleben. Geboten werden unter anderem eine „Kinderdisco“ sowie Spiel-, Mal- und Bastelstände. Für den kleinen Hunger werden den kleinen und großen Gästen Grusel-Muffins, Pfannkuchen und vieles mehr angeboten. Das Navitours-Schiff liegt in Remich (Quai de la Moselle). Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren zahlen zehn Euro Eintritt.

Weitere Informationen: navitours.lu