LUXEMBURG
MADY LUTGEN

Der luxemburgische Designer Sacha Cooper gewinnt Modewettbewerb

Vor einigen Monaten hat das „Lëtzebuerger“ -Journal schon einmal über den talentierten Jungdesigner Sacha Cooper berichtet. Sacha hat an einem Wettbewerb mitgemacht und das Ding gerockt.

Du hast den Wettbewerb bei JBC gewonnen.
Wie genau ist das abgelaufen?
Sacha Cooper Ich bin durch Zufall via Facebook auf den Aufruf zur Teilnahme des Wettbewerbs gestoßen. Man sollte eine Kollektion von mindestens fünf Outfits entwerfen und diese per Video-Präsentation mit Farbkonzept und Inspirationen hochladen. Die Leute konnten dann während zwei Monaten für die besten Teilnahmen abstimmen. Ich hatte eine von alten Alfred Hitchcock Filmen inspirierte Kollektion mit insgesamt neun Outfits entworfen. Ich war zum Schluss Dritter mit der Anzahl an Stimmen, und eine professionelle Jury aus Mode-Experten, Redakteuren, Fotografen und JBC- Managern hat sich dann drei Gewinner unter insgesamt 79 Teilnehmern herausgesucht. Etwa einen Monat später bekam ich dann eine E-Mail mit der frohen Botschaft, einer der drei Gewinner zu sein.

Was kommt jetzt auf Dich zu?

Cooper Ich musste mehrmals nach Belgien zum Hauptsitz von JBC reisen. Von jedem Gewinner wurde dann ein Outfit aus der Kollektion ausgewählt, welches auf Kosten von JBC komplett produziert, vermarktet und verkauft wird. In weiteren Schritten mussten wir dann gemeinsam über die Stoffauswahl, die Farben, die Schnitte und die Vorstellungen des Outfits entscheiden. Wir hatten dabei die komplette Unterstützung von JBC und auch kleinste Details, wie bzw. die Auswahl der Knöpfe, wurden uns überlassen. JBC hat sich bei mir für einen hochgeschnittenen Rock mit Schlitz, einen edlen Wintermantel mit Pelzkragen und eine oversized Bluse entschieden. Einer der letzten Schritte war dann die Auswahl des Models, was witziger Weise mit die schwierigste Entscheidung war, da wir drei Gewinner mit omplett verschiedenen Stilen und Vorstellungen hatten. Beim Fotoshooting für die Vermarktung und Werbung mussten wir dann auch über die Schuhe, Accessoires, Make-Up und alles andere was dazugehört entscheiden. Das Ganze war und ist sehr spannend für mich! Die drei Gewinner-Outfits werden ab dem 2. Oktober in 32 JBC Läden in Belgien und Luxemburg (Howald, Foetz) sowie deren Onlineshop unter www.jbc.be verkauft.

Wie fühlst Du Dich jetzt?

Cooper Ich bin immer noch total überwältigt und einfach nur dankbar! Als ich die erste E-mail bekam, war ich sprachlos und bin fast vom Stuhl gefallen, da ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte. Ich war als einziger luxemburgischer Designer in diesem belgischen Wettbewerb am Start und war eigentlich am Zweifeln, überhaupt eine Chance zu haben, da Belgien und seine Designer schon sehr stark sind, was Mode betrifft. Wirklich realisieren werde ich es wohl erst, wenn ich mein komplettes Outfit mit meinem Namen bei JBC hängen sehe.

Bist Du jetzt motiviert, vielleicht doch professionell als Designer zu arbeiten?

Cooper Motiviert war ich schon immer. Ich habe zwar auch meine Phasen voller Selbstzweifel und Überlegungen, aber die Motivation in die Selbständigkeit bleibt auch weiterhin einer meiner stärksten Gedanken. Momentan ist es nur leider immer noch die Angst die mich daran hindert, da das Leben in Luxemburg zwar sehr schön, aber nicht billig ist. Und meine Rechnungen bezahlen sich nun mal nur wenn meine Kreationen auch verkauft werden - und das ist mir momentan leider immer noch zu ungewiss. Die Hoffnung ist dank dieses Gewinns aber nochmals gestiegen. Bis dahin werde ich aber auch weiterhin als Bankangestellter arbeiten.

Welches Gefühl ist es, Deine Entwürfe in dem Laden zu sehen?

Cooper Einer meiner Träume geht in Erfüllung! Das Gefühl, meinen Namen auf Etiketten zu sehen und Frauen zu sehen, denen meine Kreation gefällt und welche diese kaufen, wird bestimmt einfach nur überwältigend. Des Weiteren bin ich sehr gespannt, ob und wie das Outfit ankommen wird. Am Meisten freut mich aber, dass JBC sich dazu entschlossen hat, die Outfits auch in zwei JBC-Filialen hier in Luxemburg zu verkaufen. Ursprünglich sollten diese nämlich nur in ausgewählten Filialen in Belgien und online verkauft werden. Die Nachricht der zwei zusätzlichen Filialen in Luxemburg hat mich dann natürlich umso mehr gefreut.

Wie geht es weiter mit Deinem Label?

Cooper Mein Label COOPER HOTCOOTURE by Sacha Cooper besteht auch weiterhin. Ich arbeite momentan an meiner neuen Kollektion und habe letzte Woche endlich die passenden Stoffe dafür gefunden. Zwischendurch werde ich mir ein paar freie Tage nehmen, in denen ich nach Berlin fahre für weitere Inspirationen. Nach Monaten gefüllt mit einer Modenshow, verschiedenen Shootings für das lokale Magazin Made In Luxe und den ganzen langen Reisen nach Belgien, und dazwischen meiner Vollzeit-Arbeit auf einer Bank, gönne ich mir eine kurze Auszeit. Danach geht es dann mit voller Kraft weiter mit meiner neuen Kollektion.

Wo bekommt man Deine Kollektion zu kaufen?

Cooper Eine eigene Homepage habe ich immer noch nicht. Man kann mich entweder via meiner Seite (COOPER HOTCOOTURE) auf Facebook kontaktieren, oder mich einfach per Email anschreiben (sarrache69@yahoo.de). Auf Facebook veröffentliche ich immer aktuelle Neuigkeiten und exklusive Vorschauen. Anfragen, meine handgemachten Kreationen in anderen lokalen Boutiquen oder Geschäften zu verkaufen, habe ich leider bis dato nicht bekommen.