Als unser Ehrenpremierchef noch nicht nach Brüssel ausgewandert war und in Luxemburg noch etwas zu sagen hatte, da informierte er Land und Leute anfangs noch im Rahmen so genannter Pressebriefings mit an Regelmäßigkeit grenzender Häufigkeit über seine gerade aktuellen Gemütszustände (unsere älteren Leser werden sich sicherlich erinnern), und bei derartiger Gelegenheit drückte Juncker immer mal wieder den Wunsch aus, auch einmal Papst werden zu wollen. Der Mann wusste warum, denn als Heiliger Stuhl bekommt man definitiv mehr Beifall als als Kommissionschef, wie letzterer beim gestrigen Besuch des Pontifex Maximus in Straßburg am eigenen Leib erfahren musste. Ob Juncker den Franziskus-Besuch wohl auch zur päpstlichen Absolution für seine früheren Tax-Rulereien nutzte¨?

Das arg in die Überschriften geratene Integrationsamt Olai kann seinerseits zwar nicht mit einem Heiligen Vater, dafür aber seit kurzem mit einer starken Hand aufwarten, und diese soll nun dafür sorgen, „dass die linke Hand weiß, was die rechte tut“, wie die Erzbistumszeitung gestern den Chef des zuständigen Kammerausschusses zitierte. Klingt nach einer gehörigen Portion Traumjob...