Strassen Mit dem Traumresultat von 99,2 Prozent wählten die LSAP-Delegierten gestern Abend auf ihrem außerordentlichen Landeskongress in Strassen Wirtschaftsminister Etienne Schneider zum Spitzenkandidaten ihrer Partei. Gegenstimmen gab es nur drei, so dass Schneider sich überzeugt zeigte, dass Fidel Castro das auch nicht besser habe machen können.
Die Fenster weit öffnen
Er gehe auch nicht in die Wahlen, um Juniorpartner eines anderen zu werden, sondern um diese Wahlen zu gewinnen. Mit Juncker, der nun bereits zum siebten Mal mit in die Wahlen gehe, sei jedenfalls kein Neuanfang möglich. So habe die LSAP nach einem Jahr CSV-Skandalen dann auch die Notbremse gezogen. Jetzt müssten die Fenster in diesem Land weit geöffnet werden. Auch müssten die Mandate limitiert und der Ämterkumul eingedämmt werden, könne es doch nicht sein, dass einer 30 Jahre lang Minister sei und sich dann nicht einmal in Frage stelle, so Etienne Schneider. Da helfe auch kein Deontologiekodex.
Zudem würden alle Ideen auf dem Tisch liegen. Die neue Regierung müsse deshalb auch direkt eine Task Force mit allen hohen Beamten einberufen, um diese Ideen auch umzusetzen und den Staat auf diese Weise endlich ins 21. Jahrhundert zu bringen.
Das Land brauche einen Neuanfang, und hierfür werde vor allem ein Vollzeitpremier gebraucht, für den Luxemburg die absolute Priorität darstelle. Langer Applaus. St.


