LUXEMBURG
DANIEL OLY

Die junge Künstlerin ÆM nach ihrem „Screaming Fields Song Contest“-Sieg

Mit „City Ties“ gewann sie den „Screaming Fields Song Contest“ 2018. Selbst beschreibt sie ihren Stil als „verträumt“ und „entspannend“. Mehrere Monate Arbeit im Tonstudio stehen inzwischen hinter dem Jungtalent; jetzt will ÆM mit ihrem Sound und Song groß durchstarten - Stichdatum für die Songwriterin und Sängerin wird am 24. April sein. Dann soll ihr Song offiziell erscheinen. Und dann spielt sie auch ihr erstes Konzert, dies auch im Rahmen des diesjährigen „Screaming Fields“-Festivals.

„Natürlich bin ich da sehr nervös“, erklärt die 18-jährige Künstlerin, die eigentlich Ema Macara heißt. „Gleichzeitig bin ich aber auch sehr aufgeregt und gespannt auf das, was danach kommt und wie es weiter geht.“ Sie hofft natürlich: Weiter nach oben.

Spontan entschlossen

ÆM träumt von einer Karriere im Musikgeschäft; der Sieg beim Song-Wettbewerb im vergangenen Jahr scheint da genau der richtige erste Schritt gewesen zu sein. „Ich schreibe seit mehr als fünf Jahren Songs, aber eigentlich nur für mich selbst“, erklärt sie. An einem Songwettbewerb oder anderen Castings teilzunehmen, konnte sie sich nicht vorstellen. „Das hätte ich nie und nimmer getan“, betont ÆM. Warum sie sich also für den „Screaming Fields“-Wettbewerb begeistern konnte? „Mich hat angesprochen, dass hier die Förderung der Musiktalente ganz klar im Vordergrund stand - mit dem Angebot des ,Rocklab‘ und den Chancen auf eine Session im Tonstudio zum Beispiel.“ Deshalb hat sie sich 2018 spontan zur Teilnahme entschlossen. „Ich dachte mir, ich habe nichts zu verlieren.“ Und ihr Song „City Ties“ überzeugte die Jury auf ganzer Linie.

Seitdem hat sie etliche Stunden mit der Aufnahme verbracht, hat sich von Experten und Coaches beraten lassen und an dem Song gefeilt. „Auch das Musikvideo, das wir produziert haben, die ganzen tollen Tipps, die Erfahrung, die ich dabei sammeln konnte - es war ganz klar die richtige Entscheidung“, betont sie. Ob sich ihr Stil dabei verändert hat? „Meine Art, Songs zu schreiben, hat sich nicht geändert“, meint ÆM. „Aber die Mittel sind dadurch viel professioneller geworden, natürlich auch technisch.“

Neue Zukunft

Die kreative Unterstützung, die sie durch ihren Sieg beim Songwettbewerb bekam, habe ihr so einen entscheidenden Schub gegeben. „Die Hilfe, die jungen Künstlern hier in Luxemburg mit auf den Weg gegeben wird, ist eine echte Motivation“, meint sie. „Meine Zukunft hat sich dadurch definitiv verändert.“ Ihr geplantes Physik-Studium? Vorerst auf Eis. „Ich mache vermutlich eher eine BTS-Ausbildung zum Film“, erklärt ÆM. Sie erhofft sich dadurch weiteres Know-How für die Zukunft in der Musik.

Auch sonst wirkt sie sehr entschlossen und gefestigt, lediglich bei einer Frage kommt sie ins Grübeln: „Mir fällt es schwer, das zu definieren“, erklärt sie, auf ihre Musik und ihren Sound selbst angesprochen. „Es ist entspannend, etwas träumerisch und verspielt, mit sanften Tönen - und trotzdem einer klaren Pop-Struktur.“ Wirkliche Vorbilder hat sie dafür nicht; das liegt vielleicht auch daran, dass niemand so wirklich das macht, was ÆM macht. „Natürlich habe ich mir einzelne Einflüsse geholt“, meint sie. „Aber es gibt keinen Sound oder Künstler im besonderen, an dem ich mich inspiriere.“ Das verpasst ihr vielleicht auch das gewisse Etwas, das sie von anderen Künstlern abhebt.

Apropos andere Künstler: Im Rahmen der „Rocklab“-Sessions konnte sie auch andere Musiker und vormalige Gewinner des Songcontests oder Festivals kennen lernen, darunter auch den Rapper Maz, und sich mit ihnen austauschen. „Besonders viel über Karriere haben wir aber nicht geredet“, lacht sie. Trotzdem sei es sehr spannend gewesen, auch mal andere Einblicke zu bekommen und zu sehen, wie es weiter gehen könnte. „Das motiviert und spornt an.“

Von ihrem ersten Konzert erhofft sie sich, die nötige Erfahrung sammeln und weiter dazu lernen zu können. „Musikerin sein, das lernt man nicht einfach so, und es lässt sich nicht erzwingen“, meint sie. „Allein die Möglichkeit zum Auftritt und der Austausch mit anderen Künstlern kann mir die nötige Erfahrung bringen, um das Beste aus mir heraus zu holen.“ Und wie sieht sie die diesjährige Ausgabe? „Ich finde es gut, dass sie nach wie vor ein bestimmtes Thema bei dem Songcontest vorschreiben - das macht es einfacher, über die Songs abzustimmen“, meint ÆM. „Einschränkend finde ich das jedenfalls nicht, im Gegenteil zeigt es die kreative Seite der Künstler, wenn sie sich für ein bestimmtes Thema etwas einfallen lassen können.“

Herausragend findet sie auch das diesjährige „Screaming Fields“-Fesitval; die Gewinne für kreative Köpfe seien einfach nur „Wahnsinn“: „Es ist sehr viel mehr als nur ein cooles Festival, auf dem sich die Künstler und Bands zeigen könen“, betont sie. „Wer hier gewinnt, kann seine Zukunft besser vorbereiten; einen besseren Start kann man sich kaum vorstellen.“

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