CLAUDE KARGER

Uff, da können wir ja mal locker sein: „Luxemburgs Kiffer sind ganz entspannt“, titelte das „T“ gestern. „Sie leben von ihren Reserven, rationieren und stellen fest, dass sie mit weniger ganz gut auskommen“, berichtet ein offensichtlicher Kenner der Szene. Eins ist sicher: In diesen angespannten Zeiten tut ein wenig Relaxen voll gut. Bleibt zu hoffen, dass auch der „Revue“-Leitartikler über Ostern etwas chillen kann. Der stimmte nämlich eine ziemliche Kakofonie an, zu der ihn offenbar besonders die CSV mit ihrer Forderung nach der physischen Präsenz der Minister in „Chamber“-Ausschüssen inspirierte. Das sei so völlig deplatziert in Zeiten der Pandemie, „als würde der Triangelspieler während einer ganzen Symphonie wie wild im Sechszehntelrhythmus auf sein Schlaginstrument eindreschen“. Arg verfehlt findet indes der Herrscher über Weißrussland die derzeitige Aufregung im Westen. „Gegen das Coronavirus empfehle ich Wodka, Sauna und Traktorfahren“, wird Autokrat Lukaschenko im „T“ zitiert. Und Moskaus Obmann schrob dieser Tage an Covid-19 Patient Boris Johnson: „Ich bin überzeugt, dass Ihre Energie, Ihr Optimismus und Sinn für Humor dabei helfen, die Krankheit zu besiegen“. Tatsächlich soll der Briten-Premier schon wieder „in good spirits“ mit seinen Pflegern schäkern...