LUXEMBURG
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Mobilitätsminister Bausch: Machbarkeitsstudie im späten Frühjahr abgeschlossen

Es war das Highlight einer Pressekonferenz im Juni 2018: die Ankündigung von Mobilitäts- und Bautenminister François Bausch (déi gréng), dass ab 2035 eine „schnelle Tram“ die Hauptstadt mit Esch-Alzette verbinden soll. Diese soll mit bis zu 100 km/h unterwegs sein können, aber auch das herkömmliche Tramnetz befahren können.

Ob das Zieldatum noch stehe, fragte der CSV-Abgeordnete Félix Eischen kürzlich nach. Seit 2018 seien, so der Minister, seine Dienste dabei, das Vorhaben zu vertiefen. Derzeit konzentriere man sich auf ein Betriebskonzept, geeignetes Rollmaterial und die Lage der Haltestellen. Parallel werde die mögliche Streckenführung berechnet, schreibt Bausch in der Antwort auf Eischens parlamentarische Frage.

„Wir befinden uns im Moment im Stadium einer Machbarkeitsstudie, die im späten Frühjahr 2020 abgeschlossen sein müsste“, erklärt der Minister, erst wenn ein „Avant-projet détaillé“ die notwendigen Flächen bestimmt, werde man sich um deren Erwerb kümmern.

Ein „guter Teil“ der erforderlichen Grundstücke würde sich aber bereits im Besitz der öffentlichen Hand befinden, da die A4 als „gebündelter multimodaler Korridor“ geplant werde, in dem auch ein Express-Radweg verläuft.

Sowohl Express-Radweg als auch Tram-Trasse sollen kreuzungsfrei verlaufen. Im Laufe des Jahres 2022 will der Minister seinen „Plan national de mobilité 2035“ vorstellen. Darin soll ersichtlich sein, welche Maßnahmen es noch braucht, um die Mobilität weiter zu verbessern und das geeignetste Verkehrsmittel pro Korridor und pro Region zu fördern.