BERLIN
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Miniserie „Bad Banks“ mit luxemburgischen Filmgrößen

Eine Bank muss nicht nur Geschäfte, sondern auch Gewinne machen. Was macht das mit den Mitarbeitern, wie halten sie den ständigen Druck aus, erfolgreich zu sein? Davon wird in der Serie „Bad Banks“ von Regisseur Christian Schwochow („Die Täter - Heute ist nicht alle Tage“) erzählt, die an diesem Donnerstag und Freitag (jeweils ab 20.15) auf Arte zu sehen ist. Außerdem wird sie zwischen dem 3. und 5. März zu späterer Stunde im ZDF gezeigt.

Luxemburgische Koproduktion auf Erfolgskurs

In der Koproduktion zwischen „Iris Productions“ (Luxemburg) und „Letterbox Filmproduktion“ (Deutschland), die auf der Berlinale Weltpremiere feierte, wirken unter anderem die luxemburgischen Filmgrößen Désirée Nosbusch, Germain Wagner sowie Marc Limpach mit. Der sechsteilige Thriller wird indes nicht nur auf Arte und ZDF gezeigt, sondern wurde außerdem an HBO (für das zentraleuropäische sowie skandinavische Territorium) verkauft, an „Channel Four / Walter Presents“ (Großbritannien), RTE (Irland), „Sundance TV“ (Spanien und Portugal) sowie RTP (Portugal). „Bad Banks“ wird es noch dazu bis nach Australien, Neuseeland und Nordamerika schaffen.

Bankensystem im Mittelpunkt

Jana Liekam (Paula Beer) ist eigentlich cleverer als ihr Chef, was sie auch zeigt, und genau deshalb wird sie von ihrer Bank in Luxemburg fristlos gekündigt. Doch schon kurz darauf bietet ihr die Investmentbankerin Christelle Leblanc (Désirée Nosbusch) einen lukrativen Posten in Frankfurt an. Jana wirft die Bedenken bezüglich ihres Freundes und dessen kleiner Tochter beiseite und übernimmt den Job. An ihrem künftigen Arbeitsplatz trifft sie auf den Chef Gabriel Fenger (Barry Atsma) sowie die neuen Kollegen Adam Pohl (Albrecht Schuch), Luc Jacoby (Marc Limpach) und Theo Hang (Mai Duong Kieu).

Jana lernt rasch die Sonnen- und die Schattenseiten ihres Jobs kennen: schicke Wohnung im Herzen der Stadt, dicke Limousine samt Chauffeur, große Partys. Aber eben auch: komplexes Bankensystem, wirtschaftliche Interessen, persönlicher Ehrgeiz, Bilanzfälschungen. Jeder hier denkt nur an sich, von einem Team kann gar keine Rede sein, es wimmelt von Anschuldigungen, Intrigen, Heuchelei und Zynismus, nichts ist sicher, vertrauen darf man höchstens sich selbst - und ohne den Rotwein abends allein daheim oder eine kräftige Prise Koks geht sowieso nichts.

Von menschlichen Abgründen

Das mögen Klischees sein, aber vermutlich ist es in Wirklichkeit noch viel schlimmer. Die Serie erzählt von menschlichen Abgründen, von der Suche nach Anerkennung und Sicherheit, in welcher Form auch immer. Im Mittelpunkt steht das Duell zweier Frauen, die sich nichts schenken - gespielt von den richtig starken Schauspielerinnen Beer und Nosbusch. Die Serie erzählt aber auch, dass es keine Tränen geben darf, es keine Loyalität gibt und dass Erfolg im Beruf einen hohen Preis haben kann, nämlich den Zerfall einer Familie.