LUXEMBURG
NICO PLEIMLING

Fotoausstellung „Urban Survivors“ im Espace Royal Monterey der BGL BNP Paribas

Bei der Ausstellung mit Bildern von internationalen Fotografen handelt es sich um ein Projekt von „Médecins sans Frontières“ und der Fotoagentur Noor in Bezug auf die harten Lebensbedingungen der Menschen in den Armenvierteln verschiedener Großstädte, insbesondere im Elendsviertel Kamrangirchar in Dhaka im Banghladesch, wo ein Ernährungsprogramm vom Luxemburger Außenministerium mitfinanziert wurde.

Weltweit leben über 800 Millionen Menschen in Slums, in den Metropolen von Drittweltländern lebt jeder dritte in einem Elendsviertel.

Wanderausstellungmit fünf Fotografen

„Urban Survivors“ ist eine Wanderausstellung, die ab heute und bis zum 4. Januar 2013 in Luxemburg Station macht. Pep Bonet, Alixandra Fazzina, Stanley Greene, Fancisco Zizola und Jon Lowenstein erzählen in ihren jeweiligen Bilderserien berührende Geschichten. Themen wie Vergewaltigung, Unterernährung, Krankheit, Naturkatastrophen, Zugang zu Trinkwasser oder Hygiene werden mittels der Lebensumstände in den Slums von Port-au-Prince, Karatschi, Dhaka, Nairobi und Johannesburg aufgegriffen.

Dabei geht es um den täglichen Überlebenskampf der unter extremen Bedingungen lebenden ärmsten Bevölkerungsschichten.

Die auf den Bildern gezeigten Menschen verbindet das Gefühl von Hoffnung, da sie sich an die kleinen positiven Dinge in ihrem klammern.

Eigentlich das Gegenteil unserer westlichen, verwöhnten Gesellschaft, in der es den meisten Menschen so gut geht, dass sie praktisch alles haben, was sie wollen. Wenn dann doch ein kleines Problem auftaucht, scheint für den Betroffenen die Welt unterzugehen. Versetzt man sich für einen kleinen Moment in die auf den Bildern gezeigten Menschen, dann entpuppen sich unsere kleinen Alltagsprobleme als extrem lächerlich. „Urban Survivors“ öffnet dem Besucher die Augen und es ist empfehlenswert, bei einer der Führungen am 5. oder am 12. Dezember um 17.00 dabei zu sein, um die Bilder in ihrem Kontext richtig zu verstehen. Smartphone-Besitzer können indes mittels einer Scan-App Zugriff auf Videos bekommen, die Erklärungen zur Ausstellung liefern. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei und die Öffnungszeiten sind von montags bis freitags von 9.00 bis 16.30.
www.urbansurvivors.org