LUXEMBURG
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Initiative „Guide fir en Dag“ geht in die zweite Runde

Jeder hat sein eigenes Bild von Luxemburg, und dieses Bild darf man gerne kommunizieren - „geführte Touren in Luxemburg werden sehr geschätzt, besonders in Luxemburg-Stadt“, erklärte gestern Staatssekretärin Francine Closener. Doch diese Führungen dürfen gerne einmal ganz persönlich ausfallen… denn es liegt nicht mehr nur an staatlich geprüften Reiseführern, den Besuchern die Schönheit des Lands zu vermitteln.

35 Botschafter in 2017

Nach dem großen Erfolg von „Guide for one day“ im letzten Jahr wird es somit diesen Sommer eine zweite Ausgabe geben, die über eine verlängerte Periode vom 30. Juni bis zum 15. September 2018 stattfinden wird, wie Closener mitteilte. Denn es war ein „toller Erfolg: 35 Fremdenführer hatten sich 2017 angemeldet, es gab 61 Führungen, an denen rund 230 Personen teilnahmen – mit absolut positivem Feedback.“ Der Zeitraum wurde nicht zuletzt aufgrund des großen Erfolges verlängert.

Die Initiative zielt darauf ab, den erst vor kurzem nach Luxemburg zugezogenen Bewohnern einzigartige und vor allem authentische Führungen anzubieten. Die freiwilligen „Guides“ bieten dabei, unabhängig von den Tourismusbüros, denen sie mit ihrer Aktion keinerlei Konkurrenz machen, Führungen zu Orten an, die ihnen selber am Herzen liegen. „Dabei entstehen einzigartige und in höchstem Maße individuelle Besichtigungstouren“ - wovon unter anderem auch der britische Botschafter in Luxemburg, John Marshall, oder auch Mike McQuaide („An American in Luxembourg“) berichten konnten.

Erfahrungsberichtauf Luxemburgisch

Marshall berichtete in perfektem Luxemburgisch über seinen Lauftreff. „Zehn Kilometer sind wir gelaufen, bergauf und bergab - so in etwas wie der ‚Urbain Trail‘, und zum Schluss gab es einen Patt in meinem Garten.“ Auch in diesem Jahr will der Botschafter wieder einen Lauftreff anbieten, wo genau, das sei noch nicht sicher.

McQuaide bot natürlich eine Radtour an, ab Manternach an die Mosel. „Eine tolle Erfahrung – auch wenn Teilnehmer mit einem Ebike dabei waren. Ich fand es toll, auch als wir ins Feld fuhren, etwas anstrengend, aber die Dame strahlte und trat bequem in die Pedale.“

„Jeder ist willkommen“

„Guide for one day“ suche also keine professionellen Fremdenführer, sondern „Freiwillige jedweder Altersgruppe, Nationalität und Bildungsschicht, die zu Botschaftern Luxemburgs werden wollen“, sagt Closener, „jeder ist willkommen!“ Man muss dazu „in keinster Weise ein Geschichts-, Kunst- oder Archäologieexperte sein“ - natürlich würden einem Gastfreundschaft und gute Kenntnisse über Luxemburg zugutekommen, „doch in erster Linie sollte einen der Wunsch antreiben, die Begeisterung zum Land Bekannten sowie Interessierten zu vermitteln.“ So werde auch Außenminister Jean Asselborn als Fremdenführer aktiv sein – und, wie sollte es anders sein, „eine Radtour anbieten.“

Touren sind gratis

Die angebotenen Führungen sind völlig gratis und drehen sich um die Themen Leben im Viertel, Nachtleben, Shopping, Kulturerbe/Geschichte, luxemburgische Märkte, Cafés/Gastronomie und Freizeit/Sport. Die Führungen sollten zumindest eineinhalb Stunden dauern, sagte Closener - sie sind auf maximal zehn Personen begrenzt, die ihre Teilnahme bestätigen, indem sie sich auf der Webseite anmelden, die auf Französisch, Deutsch, Englisch und Luxemburgisch verfügbar ist.

Im Rahmen der Konferenz erklärte Closener, dass am 16. September ein weiterer „Velosdag“ in Luxemburg, genauer im Bereich Müllerthal, stattfinden wird.


Alle weiteren Infos und Anmeldungen unter www.guideforoneday.lu/www.guidefirendag.lu - auf Instagram wird es ferner einen Fotowettbewerb unter #OurLuxembourg geben