LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Vermieter von E-Autos via App ist jetzt mit 15 Stationen in acht Ländern präsent

UFODRIVE, der Vermieter von Elektro-Autos via App, wächst weiter schnell. Das im Mai 2018 gegründete Unternehmen mit Sitz in Luxemburg ist mittlerweile in acht Ländern präsent. Anfang Januar eröffnete es eine neue Verleihstation in London. Weitere Standorte sind neben Hamburg, Brüssel und Luxemburg nun Amsterdam, Berlin, Köln, Dublin, Paris, Rotterdam, Den Haag und Wien. Insgesamt verfügt UFODRIVE über 15 Verleihstationen in acht Ländern.

Mehr Modelle zur Auswahl

Kunden können zwischen folgenden E-Modellen wählen: Tesla Model 3 und Modell S, Nissan Leaf, Hyundai Kona EV, Jaguar I-Pace sowie Audi-E-Tron. Weitere Modelle, darunter Porsche Taycan, Mercedes EQC, BMW Inext, VW I.D. oder Polestar sollen demnächst mietbar sein. Das Unternehmen hat zahlreiche Modelle für seine Flotte bestellt.

Wasserstoff-Fahrzeuge will UFODRIVE jedoch nicht anbieten, wie Stephen Morrissey, Chief Development Officer bei UFODRIVE, auf Nachfrage des „Journal“ mitteilte. Dafür sei das Netzwerk an Tankstellen noch nicht ausreichend.

Eine Ausweitung auf andere elektrisch betriebene Fortbewegungsmittel wie E-Roller oder E-Scooter will er nicht ausschließen. „Bis 2020 werden wir mit Autos arbeiten, dann werden wir sehen“, kommentierte Morrissey.

Derzeit beschäftigt UFODRIVE 14 Mitarbeiter. Noch befindet sich das Unternehmen nicht in der Gewinnzone. „Wir haben sehr viel investiert, das spielt natürlich eine Rolle. Aber wir nähern uns dem Break-even“, verriet Morrissey im Gespräch mit dem „Journal“.

In Luxemburg selbst, wo es seinen Sitz hat, werde das Unternehmen wegen der beschränkten Marktgröße nicht mehr so sehr wachsen. Das Angebot am Findel werde gut angenommen. „Wir haben in Luxemburg sehr viel Unterstützung vom Luxairport-Geschäftsführer René Steinhaus sowie von Luxinnovation erhalten. Das wissen wir zu schätzen. Wir sind stolz, unseren Sitz hier zu haben“, unterstrich der „Chief Development Officer“.

Er sieht gute Wachstumsmöglichkeiten. Äußere Faktoren wie die Klimadiskussion oder die Brände in Australien würden dem Geschäft sicher helfen. „Viele unserer Kunden wollen die Umwelt nicht verschmutzen. Doch sie kommen im wesentlichen, weil es so einfach ist, uns zu nutzen.“

Bislang sind über 5.000 Fahrer bei UFODRIVE registriert. „Rund 60 Prozent von ihnen hinterlassen die Unternehmensadresse. Wir haben etwa 20 Firmenkunden, davon viele in Großbritannien“, erzählt Morrissey.

Um Einfachheit bei der Abwicklung ging es auch den Gründern, Aidan McClean und Renaud Marquet. McClean war durch eigene frustrierende Erfahrungen mit Autovermietern auf die Idee gekommen. Zu lange Warteschlangen, irritierende Optionen, Extrakosten und Intransparenz reichten irgendwann. Dazu kam der Wandel im Hinblick auf Diesel und Benziner. Deshalb setzt UFODRIVE ausschließlich auf E-Autos.

Es will seine Lösung als umweltfreundlich und rein digital anbieten. Interessenten können sich ein Video auf der Webseite ansehen, das die Schritte ohne Worte erklären lässt. Natürlich spielt auch Neugierde eine Rolle. So manch einer möchte schon gern wissen, wie es ist, im Tesla durch die Stadt zu gleiten.