Was haben Uli Hoeneß (deutscher Wurstfabrikant) und Premierchef Juncker gemeinsam? Das „Ständehaus Treff“, ein viermal im Jahr in Düsseldorf stattfindender Polittalk, bei dem ersterer schon zu Gast war (als er noch ein Guter war), derweil zweiterer dort am 23. September - einen Tag nach der Bundestagswahl - antreten wird, als erst zweiter Ausländer nach Hermann van Veen („Schnell weg da, weg da, weg“). Eine große Ehre.

„Mr. Europa“, wie der Premierchef voller Ehrfurcht von düsseldorfischen Medien tituliert wird, wurde dann auch gestern gebührend vorgestellt, so u.a. von „derwesten.de“, wo er als „Sohn eines Hüttenwerks-Polizisten aus dem Süden Luxemburgs und Klosterschüler bei Herz-Jesu-Priestern“ vorgestellt wird. Dann erfährt der Leser auch noch, dass er seinen Beruf als Rechtsanwalt „nicht einen Tag lang ausgeübt hat“, und: „hunderte von Nachtsitzungen und Millionen Flug-Kilometer“ dem „perfekten Gesamteuropäer dennoch nicht seinen Humor und seinen Charme genommen haben“. Da muss sich in Luxemburg in all der Zeit wohl ein anderer als Premierchef ausgeben, oder wer hat in den vergangenen achtzehn Jahren einen humorvollen und charmanten Juncker erlebt.? Eben...