LUXEMBURG
KIM ZOENEN

„Air Navigation Race“ in Portugal: Vier junge Piloten ergreifen ihre Chance zum Sieg

Vom 8. bis 14. September findet in Santa Cruz (Portugal) die „Air Navigation Race“ (ANR)-Weltmeisterschaft statt. Dieses Jahr nehmen 44 Teams aus 17 Länder teil und mit dabei sind die vier jungen luxemburgischen Piloten von YPL („Young Pilots Luxembourg“) vom „Aéro-Sport“, Laurent Schneider, Luis Pais, Sascha Zeideler und Dennis Mettler. Sie werden von ihren Betreuern und Unterstützern begleitet. Jean Birgen ist langjähriges Vorstandsmitglied der FAI (Internationale Sportflieger Föderation) und wird als Luxemburger in der internationalen Jury seinen Platz einnehmen.

Die jungen Flieger haben sich im Norden des Landes vorbereitet. Seit Anfang des Jahres haben sie im Ösling zirka 15-mal trainiert. Im Gespräch sagt Laurent Schneider, er sei vor dem Wettkampf nicht aufgeregt, im Gegenteil, er freue sich sehr auf die kommende Weltmeisterschaft, denn er habe schon vor zwei Jahren an der Weltmeisterschaft in Deutschland teilgenommen und konnte schon einige Erfahrung sammeln. Bei den anderen drei Piloten sieht dies schon anders aus, denn sie sind zum ersten Mal bei einer ANR-Weltmeisterschaft mit dabei und verspüren eine leichte, aber positive Aufregung. Daher hat Laurent Schneider die wichtige Funktion des „Teamleader“ inne, er hat seinen Kollegen wichtige Informationen mit auf den Weg gegeben und sie bei ihrem Training unterstützt.

Nicht die Geschwindigkeit zählt

Nicht die Geschwindigkeit ist für den Sieg bei der „ANR“ ausschlaggebend, sondern Präzision ist hier gefragt, dafür müssen sich die Piloten mit der Cessna 172 sehr gut auskennen. In dieser relativ neuen Sportart müssen die Teilnehmer sich an eine vorgegebene Strecke halten und sie präzise bewältigen. Die Schwierigkeit liegt im Unbekannten, denn die Piloten bekommen erst 30 Minuten vor dem Wettkampf eine Karte mit der festgelegten Strecke zu sehen. Um den Eintritt („Entry Point“) zur Strecke und den Ausgangspunkt („Exit Point“) zu finden, müssen die jungen Piloten mit Hilfe von Papier, Stift, Stoppuhr und Kompass den exakten Korridor finden, sagt Schneider. Falls sie sich während dem Fliegen nicht im vorgegeben Korridor aufhalten, befinden sie sich in einer roten Zone und bekommen Strafzeiten zu ihrer Gesamtzeit hinzugerechnet. Die Breite eines solchen Korridors beträgt nur 0,4 Seemeilen (740 Meter). Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bestimmung der Windrichtung und der Windgeschwindigkeit, denn diese Faktoren müssen in die Vorbereitung miteinbezogen werden, falls der Wind zu stark ist, wird der Wettkampf unterbrochen. Mit der halben Stunde Vorbereitung und einer Flugdauer von zirka 30 Minuten dauert ein ganzer Flug ungefähr eine Stunde. Ob die vier luxemburgischen Teilnehmer präzise genug fliegen, beobachtet die international zusammengesetzte Jury, indem sie die Flugstrecken der Piloten mit einem GPS-Gerät mitverfolgen. Insgesamt wird es vier Flüge geben, drei Flüge im Korridor und bei einem Flug müssen die Piloten sogar im Leerlauf versuchen, in einer vorgegebenen Zone zu landen.

„Aéro-Sport“ in Luxemburg

Flugsportinteressierte können sich Ende September zwei Sportveranstaltungen in diesem Bereich anschauen. Am 14. und am 28. September organisiert der luxemburgische Ableger der AOPA („Aircraft Owners and Pilots Association“) jeweils eine Rallye. Dort können sich Neugierige einen ersten Überblick über die Sportart verschaffen. Jedenfalls werden dort auch die jungen Piloten Laurent Schneider, Luis Pais, Sascha Zeideler und Dennis Mettler wieder mit dabei sein.