LUXEMBURG
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„Patiente Vertriedung“ zeigt sich optimistisch, was die Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und dem Sozialminister anbelangt

Die „Patiente Vertriedung“, die sich für die Interessen der Patienten einsetzt, traf in den vergangenen Tagen sowohl den neuen Gesundheitsminister Etienne Schneider als auch Sozialminister Romain Schneider, denen sie noch einmal ihre Forderungen unterbreiteten, nachdem sie die entsprechenden Stellen im Koalitionsprogramm unter die Lupe genommen hatten. Die Gespräche seien positiv verlaufen, wie der Präsident der „Patiente Vertriedung“, René Pizzaferri, auf einer gestrigen Pressekonferenz unterstrich. Pizzaferri zeigt sich dann auch optimistisch, was die noch zu erfüllenden Wünsche im Interesse der Patienten anbelangt.

Problem der „taxis ambulance“ soll prioritär behandelt werden

So habe Gesundheitsminister Schneider der „Patiente Vertriedung“ zugesichert, das Problem der „taxis ambulance“ prioritär behandeln zu wollen, um hier schnellstmöglich eine Regelung zu finden, würden verschiedene Taxiunternehmen doch derzeit horrende Preise fragen. Etienne Schneider habe auch versprochen, sich bei der Grippeimpfung um eine vertragliche Absicherung mit der Pharmaindustrie kümmern zu wollen, um, wie in diesem Jahr geschehen, einem Engpass bei den Impfungen vorzubeugen. Gefordert wird des Weiteren eine Verbesserung der Notfalldienste in den Krankenhäusern durch eine Erhöhung der Anzahl der „Maisons médicales“, die auch schon ab 18.00 geöffnet sein müssten. Was nun die Spezialisten unter der Ärzteschaft anbelangt, so müsste hier möglich werden, das man auch einen Termin bekommt, ohne dass man diesen monatelang vorher festgelegt habe.

In Sachen Zahn-Nomenklatur sei an dieser quasi seit 40 Jahren nichts mehr geändert worden, beklagte sich Pizzaferri, der unter anderem eine integrale Rückzahlung von kieferorthopädischen Behandlungen sowie ein vollständiges Amalgam-Verbot fordert. Medikamente für chronisch kranke Menschen sollten indes zu hundert Prozent zurückerstattet werden.

Gefordert wird unter anderem auch eine Anerkennung verschiedener alternativer Heilmethoden wie zum Beispiel die Akkupunktur, die Übernahme einer Haushaltshilfe für auf Unterstützung angewiesene Patienten im Falle eines vorübergehenden Krankheitsfalls, eine Ausweitung des Sozialurlaubs ebenfalls für Erwachsene, eine verpflichtende Weiterbildung für Ärzte, sowie die integrale Übernahme der Therapiekosten bei Dyslexie und Legasthenie. Gefordert wurde gestern auch mehr Personal...