LUXEMBURG
SVEN WOHL

Das Fahrrad wird immer attraktiver, auch dank seiner Vielfalt

Das Großherzogtum weiß einiges zu bieten, wenn es um den guten alten Drahtesel geht. Dass dieses Fortbewegungsmittel beliebter wird, hat allerdings nicht nur mit einer sich verbessernden Infrastruktur zu tun, sondern weil es als eine nachhaltige Alternative zum Autofahren angepriesen wird. Diese gehört dementsprechend unterstützt, schließlich ist Nachhaltigkeit der Begriff der Stunde.

Pedalieren unter Strom

Am Donnerstag bestätigte das Umweltministerium, dass die staatliche Unterstützung beim Kauf eines Fahrrads oder eines Pedelecs um 100 Prozent erhöht wird. Diese Erhöhung sei das Resultat einer sehr positiven Entwicklung in den vergangenen Wochen und Monaten, was das Umsteigen auf dieses Verkehrsmittel angeht. Als Ziel setzt man sich nicht nur, einen Anreiz für das Beschaffen eines Rads zu schaffen, sondern auch Unternehmen so zu helfen, die diese nachhaltigen Produkte anbieten. Die Beihilfen gelten für Käufe nach dem 31. Mai 2020 und sollen bis zum 31. März 2021 anhalten. Sie sollen 50 Prozent des Kaufpreises übernehmen, bei einer Deckelung bei 600 Euro.

Oekotopten.lu gibt in dieser Hinsicht auch zahlreiche Tipps rund um die Pedelecs. Hier gibt es neben dem herkömmlichen Pedelec, das bis 25 Km/h elektrisch unterstützt, auch das S-Pedelec, welches bis 45 Km/h elektrisch unterstützt. Für letzteres braucht man sowohl eine Immatrikulierung bei der SNCA als auch einen Führerschein der Klasse AM. Die Fahrer müssen auch mindestens 16 Jahre haben. Nummernschild und Kennzeichnung sind laut Oekotopten.lu ebenfalls Pflicht. Das S-Pedelec dürfe ausschließlich auf der Straße gefahren werden. Ebenfalls zu beachten ist, dass das herkömmliche Pedelec von der oben beschriebenen finanziellen Unterstützung betroffen ist. Beim Kauf eines S-Pedelec dagegen kann man eine finanzielle Unterstützung von bis zu 1.000 Euro erhalten.

Alles auf einen Blick

Doch was fängt der geneigte frisch gebackene Radfahrer nun mit dem neuen Gerät alles an? 23 Radwanderwege sind im Land zu finden und erstrecken sich über 600 Kilometer. Durch den konstanten Ausbau sollen es 900 Kilometer werden. Wer im Alltag auf ein Fahrrad zurückgreifen möchte, sich bei der Benutzung jedoch vor allem im Straßenverkehr nicht ganz sicher fühlt, kann auf ein Angebot der „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“ zurückgreifen. Diese organisieren nämlich Fahrradschulen für Erwachsene. Auf der Seite lvi.lu finden sich ebenfalls Online-Karten, die das nationale Fahrradnetz zeigen. Auch der Zustand und die Art der jeweiligen Strecke werden aufgelistet. Jene Orte, welche ein „Bed+Bike“ anbieten, werden ebenfalls markiert. Hierunter versteht man Hotels oder Pensionen, Campingplätze, Jugendherbergen und private Unterkünfte, die Fahrradfreundlich sind. Da die Stärkung des nationalen Tourismus nach der Corona-Krise eine wichtige Rolle spielt, wieso sollte man dann nicht auf diese Art das Land erkunden?

Mehr Informationen finden Sie auf bedandbike.lu