FRANKFURT/LUXEMBURG
MM

Pläne für Börsengang der Deutsche Bank-Tochter „Deutsche Asset Management“

Die Deutsche Bank denkt laut Medienberichten über einen Börsengang ihrer Fondstochter nach. Vorbereitungen für diese Option liefen auf Hochtouren, berichtete das „Handelsblatt“ (Mittwoch) unter Berufung auf Finanzkreise. „Ein Börsengang der Deutschen Asset Management gilt im Haus als gesetzt“, zitierte die Zeitung einen der Fondsexperten. Demnach könnte ein Teil des Kapitals der Deutschen Asset Management an der Börse gehandelt werden, während die Bank selbst die Mehrheit daran behält. Ein anderer Mitarbeiter der Fondstocher habe von „konkreten Vorbereitungen“ erzählt, so das Handelsblatt.

Neuer Firmensitz

Wie der US-Wirtschaftssender CNBC und die Nachrichtenagentur Reuters schreiben, wird Luxemburg als Sitz der dann neuen Vermögensverwaltungsgesellschaft der Deutschen Bank ins Auge gefasst.

Entscheidungen zu Börsengang oder Firmensitz Luxemburg sind allerdings noch nicht gefallen, wie das „Journal“ auf Nachfrage erfuhr. Die Überlegungen befinden sich noch in einem „sehr frühen Stadium“, berichtet das Handelsblatt. Von der Deutschen Bank hieß es, es handele sich um keine Mitteilung der Deutschen Bank, sondern angesichts der Bilanzvorlage kommender Woche Donnerstag um Marktspekulationen, die man darum nicht kommentiere. Es gab immer mal wieder überlegungen, Teile der Bank gesondert an die Börse zu bringen. Der Aufsichtsrat des Geldhauses müsste sich aber noch mit dem Thema Börsengang beschäftigten, es sind also noch andere Optionen möglich.