CLAUDE KARGER

„C‘est sans doute moins glamour ou exotique que la Chine, le Japon ou le Canada, où ils se sont rendus précédemment“, schreibt die Tageszeitung „Le Soir“ über die Stippvisite des belgischen Königspaars im Ländchen, die allerdings erstmals wieder seit einem Vierteljahrhundert über die Bühne. Zu „pompös“ mutet der Staatsbesuch offensichtlich aber dem „T“ an, das sich in der Budgetgesetzdeponierungswoche so seine Gedanken über die Monarchiefinanzierung macht: „ein Staatsoberhaupt kostet Geld, das die Bürger erwirtschaften müssen“. Und eben deshalb müsse dessen Verwendung mal genau unter die Lupe genommen werden, wie es auch bereits der Bald-Staatsrat LSAP-Fraktionschef moniert hat: „Hoi! Wenn selbst ein Polit-Urgestein und Ex-Regierungsmitglied wie Alex Bodry nicht weiß, in was genau die Staatsgroschen vom Hof gesteckt werden, dann muss es wirklich miserabel um die Transparenz bestellt sein“. Uiii! Zum Glück hat das Ländchen „Geld im Überfluss“, wie das „Wort“ zum Budget 2020 schreibt, „Finanzminister Pierre Gramegna hat gute Laune. Kein Wunder, denn die budgetäre Lage Luxemburgs ist exzellent“. Dass die Regierung da „Vollgas“ gibt, um das Großherzogtum fit für die bestehenden Herausforderungen zu machen, überzeugt den „Wort“-Leitartikler allerdings nur leidlich. Er wirft ihr „Brot-und-Spiele-Politik“ vor. Dabei sind die Krümel nicht gottgegeben.