LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Grand Hôtel Alfa“: Angestellte erhalten Gehalt bis Ende März - Und dann?

In Sachen Schließung des „Grand Hôtel Alfa“ gegenüber dem hauptstädtischen Bahnhof fand am Freitag eine Unterredung zwischen Personalführung und Geschäftsführung statt. Wie zu erfahren war, sollen die 70 bis 80 Mitarbeiter des 141 Zimmer zählenden Traditionshotels ihr März-Gehalt ausbezahlt bekommen. Wie es danach weitergehen soll, das kann zurzeit niemand sagen.

Wie OGBL-Vertreter Romain Daubenfeld erklärte, gibt es „einen Rechtsstreit zwischen dem Besitzer des Hauses und dem Betreiber, der Gesellschaft alfa von Rolphe Reding, die einen Managementvertrag mit der Hotelgruppe Accor geschlossen hat. Rolphe Reding steht bei dem Hauseigentümer und Accor in der Schuld. Accor will sich nicht sein Markenimage beschädigen lassen“.

Für den Gewerkschaftsvertreter ist das Hotel „zahlungsfähig“. „Wir müssen mit Rolphe Reding sprechen, der sich momentan taub stellt, und auch mit dem Hauseigentümer und Accor“, sagt Daubenfeld.

Für kommenden Dienstag ist eine weitere Sitzung mit dem Personal anberaumt, bei der rechtliche Fragen erörtert werden sollen. Die Bediensteten, von denen bislang keiner ein Kündigungsschreiben erhalten hat, kommen trotz der Hotel-Schließung weiter zur Arbeit. Da es sich um ein gut funktionierendes Hotel in guter Lage handelte, hoffen sie auf eine baldige Wiedereröffnung des „Grand Hôtel Alfa“.

Wer noch Zweifel an der Schließung des Hotels und der Brasserie hegte, wurde Freitagvormittag eines besseren belehrt: Während über die Zukunft des Hotels beratschlagt wurde, beluden Mitglieder der Vereinigung „Stëmm vun der Strooss“ vor dem Gebäude einen Lieferwagen mit noch brauchbaren Lebensmitteln aus dem Hotel. Ein Zeichen, dass der Betrieb stillsteht.