SCHIFFLINGEN
MADY LUTGEN

„Vegan Brunchs“ ziehen immer mehr junge Leute an

Ganz ohne Fleisch und tierische Produkte zu leben ist für viele ein komischer Gedanke. Dafür organisieren „Déi gréng Schëfféng“ von Zeit zu Zeit einen Vegan Brunch, der hauptsächlich beim jungen Publikum sehr gut ankommt. Der Mitorganisator Paul Matzet verrät dem „Lëtzebuerger Journal“ warum er so begeistert von diesem Essen ist.

Warum organisiert ihr einen Vegan Brunch?

Paul Matzet Viele Mitmenschen wissen nicht, oder zumindest nicht genau, was man unter veganer Küche versteht. Oft hört man Vorurteile wie: „Dann kann ich ja nur noch Salat essen“ oder „Dann fehlen dem Körper doch viel zu viele Nährstoffe“. Als „déi gréng Schëffleng“ wollten wir die Möglichkeit schaffen, einen Einblick in die vegane Küche, samt ihrer abwechslungsreichen Gerichte, zu bieten.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Matzet Da sowohl Umweltprobleme, Hungerleiden als auch Tierquälerei sehr eng mit unseren Essgewohnheiten verbunden sind, diese jedoch nicht oft genug in Zusammenhang gebracht werden, ist es für uns von großer Bedeutung, genau diese Essgewohnheiten in Frage zu stellen. Genauer gesagt geht es darum, unseren enormen Fleischkonsum zu reduzieren. Da dies jedoch leichter gesagt als getan ist, wollen wir vorhandene Alternativen vorstellen und allgemeine Berührungsängste vermindern. Die Idee des Vegan Brunchs ist also eine Art Sensibilisierung der Ernährungsgewohnheiten. Des Weiteren soll er eine Plattform bieten, wo Interessierte Informationen und Erfahrungen austauschen können.

Wer kocht?

Matzet Gekocht wird von der Vegan Society, welche sich seit Jahren für die Verbreitung von vegetarischer und veganer Ernährung einsetzt. Unterstützt wird sie von Freunden aus Saarbrücken. Zusammen haben sie bereits seit einigen Jahren Erfahrung im Kochen von veganischen Gerichten für größere Gruppen sammeln können.

Glaubst du, dass einige der Gäste eventuell danach zu Veganern werden?

Matzet Das Event hat nicht zum Zweck, Menschen dazu zu zwingen komplett auf Fleischgerichte zu verzichten. An erster Stelle geht es darum Alternativen zu diesen Fleischgerichten anzubieten. Wenn einige Gäste sich also nach dem Event dazu entschließen, ihre Ernährung umzustellen, ist das ein absolut positives Resultat.

Hast du schon öfters bei solchen Events mitgemacht?

Matzet Persönlich habe ich schon einige vegane Events miterlebt. Ob das jetzt das Catering bei Musikfestivals oder ein veganes Abendessen mit Freunden war.

Oft waren diese Events jedoch hauptsächlich für ein eher junges Publikum bestimmt. Genau hier hat die Vegan Society bereits mit ihren „Eat’n Meet“ Veranstaltungen gezielt eine viel breitere Altersgruppe angesprochen. Unsere Idee war es auch, von Anfang an keine Altersgrenzen zu setzen.