CLAUDE KARGER

Nein, nicht jeder auf dem Planeten hat die gleichen Chancen, dem fiesen Covid-19-Erreger zu entrinnen. Überhaupt gibt es längst nicht allenthalben die gleichen Chancen für alle. Etwa nicht für die in den griechischen Flüchtlingslagern gestrandeten Kinder, von denen einige am Mittwoch in Luxemburg landeten.

Dazu schrieb gestern ein „T“-Kommentator: „Und zwölf Kinder von 5.200, das ist nicht, wie der Pressesprecher verkündete, „die Vollendung einer Umsiedlungsaktion, die als Antwort auf den Solidaritätsaufruf der Griechischen Republik durchgeführt wurde“. Es ist ein Pissen in den Ozean - es fällt nicht weiter ins Gewicht“. „Das Coronavirus ist demnach alles andere als ein Gleichmacher“, schlussfolgert indes der „Revue“-Chefredakteur, „im besten Fall ist es ein Kontrastmittel, das uns die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede in der Welt aufzeigt. Es verdeutlicht uns, dass nicht nur die Pandemie bekämpft werden muss, sondern die Ungleichheit“. Deshalb müssten die menschlichen Distanzen allerdings erstmal schrumpfen. Aber das ist derzeit unheimlich schwer wegen Covid-19, das nicht nur allerlei Maskeraden bringt, sondern auch mehr „digitale Distanz“, wie ein Philosoph im „T“-Forum schreibt.