CLAUDE KARGER

„Wichtel und Kobolde, Geister und Werwölfe, Gespenster und Dämonen, Hexen und Feen - auch in Luxemburg gibt es unheimliche Wesen“, berichtete gestern die Erzbistumgszeitung abergläubischerweise. Vor die Kamera wollten die wilden Jäger, „Kropemänner“ und „weiße Frauen“ freilich nicht, aber da muss man schon länger auf der Lauer liegen und das Kruzifix zu Hause lassen, nicht wahr? Ziemlich auf der Lauer liegen, inklusive in der CSV, eine Menge Leute, die darauf warten, dass der „unberechenbare“ (scribit „Land“) Vorsitzende kräftig stolpert. „‚Das Großmaul aus Brüssel‘ habe die Partei gekapert, so die Deutung mancher CSV-Granden“, erinnert das Wochenblatt an die knappe Kür des Parteibosses im Januar. Doch er konnte sich auch nach dem Europawahldebakel und trotz fehlenden Gegenmodells für die Politik der Koalition halten. Und sogar die Stimmung bei der orangen Truppe sei gut. Haben dem „Land“ zumindest die neuen Generalsstellvertreter an der Seite eines gewissen „Félix Eyschen“ geflüstert. Außerdem verfüge die Partei über Zeit bis zum Superwahljahr 2023. „Es entlastet, nicht mehr zeigen zu müssen, dass wir Bayern München sind“, sagt Vizegeneral Galles. Der Trainer soll indes den Mannschaftskapitän so spät wie möglich vor den Wahlen ernennen wollen. Wenn das mal hinhaut bei all den unheimlich ungeduldigen Anwärtern...