Fast hätten wir’s vergessen: „Heute ist der internationale Ehrentag des Unkrauts, der 2003 unter nicht vollständig überlieferten Umständen in den USA ins Leben gerufen wurde“, erinnerte das „Wort“ am Samstag, „eine Gelegenheit, sich in Erinnerung zu rufen, dass die meisten jener Wildpflanzen, die allzu oft noch mit der chemischen Keule bekämpft werden, durchaus ein Segen für den Menschen sein können“. Das sagten sich auch die Jusos, die bei ihrem Kongress am „Weed appreciation day“ erneut eine Lanze für Cannabis brachen, dieses diabolisierte Grünzeugs. Die Partei der Grünzeugs-Schützer versucht derweil laut „Wort“ den „Ö-Spagat“: „Déi Gréng wollen partout Ökologie und Ökonomie unter einen Hut bringen“. Das soll mit einer Unternehmerin an der Spitze gelingen. Warum denn nicht? Dass die neue Bossin mit einem Co-Chef regiert, der mal als „Roude Fuuss“ über Berg und Tal streifte, dürfte jedenfalls für „Ö-Gleichgewicht“ sorgen. Völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind derweil Beziehungen zwischen einigen Top-Beamten und ihren Ministern. „Blau-Rot-Grün betreibt sein eigenes Recyclingcenter für entsorgungspflichtige Beamte“, meint das „Wort“ angesichts der „Abschiebung“ eines weiteren „CSV-Staatsdieners“ in den Konkurrenzrat. Was Leute da sollen, die selten Konkurrenz duldeten, ist uns freilich ein Rätsel.
Unkräuter
journal.lu - 29.03.2015

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