LUXEMBURG
NICO PLEIMLING

Ermittlungsverfahren gegen französischen Nationaltrainerund beim CSL Luxembourg lizenzierten Raphaël Piolanti eröffnet

Die Staatsanwaltschaft Metz hat Vorwürfe gegen Raphaël Piolanti, den Nationaltrainer der französischen Werfer erhoben, der auch beim CSL Luxembourg lizenziert ist. Ihm werden die Anstiftung zum Doping und die illegale Ausübung der Heilkunde vorgeworfen. Der Hammerwerfer des CSL, der ihn als Trainer führt, hatte noch Ende Mai an der Vereinsmeisterschaft in Amsterdam teilgenommen.

Eine positive Dopingkontrolle

Die Ermittlungen wurden nach einer positiven Dopingkontrolle beim Hammerwerfer Quentin Bigot Ende Juni eingeleitet. Jener war bei der Team-Europameisterschaft im Juni in Braunschweig positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet worden. Gegen den Sportler wurde von der französischen Leichtathletik-Föderation eine vierjährige Sperre mit zwei Jahren auf Bewährung verhängt. Verdächtigt wird nun der Trainer Raphaël Piolanti, der vorgestern in Polizeigewahrsam genommen wurde. Der 46-jährige weist allerdings alle Vorwürfe zurück und behauptet, seine Athleten wollten ihn für ihr Fehlverhalten verantwortlich machen.

Weitere Sportler unter Dopingverdacht

Bis auf weiteres darf Piolanti nicht als Trainer arbeiten und darf auch keinen Kontakt zu seinen Sportlern haben. Auch andere Sportler, die vom Franzosen trainiert wurden, stehen unter Dopingverdacht. AFP meldete vorgestern, dass die Gendarmerie bei zwei weiteren Leichtathleten Hausdurchsuchungen durchführte.

Laut den Verhören gebe es im Umfeld von Piolanti ein Problem, behauptete der beigeordnete Staatsanwalt von Metz, Gilles Bourdier gegenüber der Nachrichtenagentur. Quentin Bigot und die beiden anderen Athleten sollen Testosteron-Mittel konsumiert haben, welche zur Vergrößerung der Muskelmasse und zum Abbau der Fettdepots führen.