CLAUDE KARGER

Eine Woche mit einigen Überraschungen geht zu Ende. Der Ex-Generalvikar hängt das Priestergewand und sogar die Erzbistumszeitung an den Nagel. Letztere krallte sich sofort Luc Frieden,
der nun definitiv auf Comeback-Kurs ist. „Dadurch gewinnt er an Einfluss beim „Luxemburger Wort“, wenn er versucht, Spitzenkandidat der CSV für die Kammerwahlen 2018 zu werden“, orakelt das „Lëtzebuerger Land“ und erinnert daran, dass der einstige „rechtsliberale Thronfolger“ schon mal in der „vorübergehend juncker-kritischen Zeitung“ nicht schlecht davon gekommen sei. Auf jeden Fall steht zu vermuten, dass ob dieser Nachricht eine Welle durch den CSV-Krabbenkorb ging. Da habe sich Claude Wiseler laut „Tageblatt“ bereits als „leader naturel“ gewähnt, der natürlich mit Viviane Reding - „prête à bondir à la première vraie occasion“ - gerechnet hat. „Mais voilà qu’un trouble-fête apparaît, plus vite qu’escompté, si fier de partir pour Londres et si vite en semi-retour“. „Il est vrai que si les bancs de l’opposition sont durs et les rouages de l’Etat pesants, le secteur privé est exigeant, complexe, prenant, et les grands et petits loups rivaux y guettent à chaque croisement de couloir“, stichelt die Leitartiklerin. Wer am Ende das Alpha-Tier der Christlich-Sozialen wird, das wird nicht nur die CSV in nächster Zeit arg beschäftigen.