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René Elvinger zum „Entrepreneur de l’Année 2013“ ausgezeichnet

René Elvinger ist Luxemburgs Entrepreneur des Jahres 2013. Der 1951 geborene Unternehmer, der 1974 seinen beruflichen Werdegang bei Goodyear Luxembourg begann, ehe er 1976 zur Elektronikfirma Elth kam, hatte 2011 Elth und die Unternehmen des internationalen Partnernetzes Cebi mit seinen 3.000 Mitarbeitern übernommen und daraus Cebi International Luxembourg gemacht.

Das Unternehmen - einer der Weltmarktführer für Waschpumpen und -systeme sowie für Temperaturregler - hat sich auf die Herstellung von Produkten für die Automobilindustrie spezialisiert, ist aber auch in den Bereichen elektrische Haushaltsgeräte und industrielle Anwendungen sowie im Wohnsektor tätig.

Würdigung für Talent und Mut

„Sein einzigartiges Talent zur Unternehmensführung hat es ihm ermöglicht, sich der tiefen Krise der Automobilbranche zu stellen“, begründet Ernst & Young die Auszeichnung. „Das Unternehmen weist seit mehreren Jahren stetig steigende Ergebnisse auf und nimmt damit im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld eine Ausnahmestellung ein“.

Robert Dennewald, Fedil-Präsident und Juryvorsitzender, würdigt dabei insbesondere den Mut, die Unternehmensgruppe zu einem Zeitpunkt, an dem manch anderer bereits an die Rente denke, zu übernehmen. Hervorgehoben wird, dass Elvinger ein überzeugter Verfechter der Attraktivität des Großherzogtums Luxemburg „und der industriellen Produktion als einem Schlüsselsektor des Landes“ ist. Alain Kinsch, Managing Partner von EY Luxemburg, sieht denn auch klar die Notwendigkeit, das Unternehmertum in Luxemburg zu honorieren: „Wir sind sehr stolz, durch diesen Wettbewerb den Werdegang von außergewöhnlichen Frauen und Männern hervorheben zu können, die das Vertrauen in das Unternehmertum sowie den Reiz des Unternehmertums fördern, die Bedeutung des Fortschritts, der Innovation, der Wertschöpfung und der Schaffung von Arbeitsplätzen aufzeigen und dadurch die treibende Kraft für das Wachstum unseres Landes sind.“ Kinsch betont, dass es unbedingt erforderlich sei, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des Unternehmertums zu sensibilisieren und junge Menschen zu ermutigen, sich Gleichgesinnte zum Vorbild zu nehmen und „sich in das große Abenteuer Unternehmertum zu wagen.“ Und Yves Even, der für das Programm „Entrepreneur des Jahres“ zuständige EY Partner in Luxemburg fügt hinzu: „Unsere Unternehmen haben Talent. Daher besteht in unserem Land Bedarf an Unternehmern, die Risiken eingehen und wesentlich zur Attraktivität des Großherzogtums beitragen.“

Außergewöhnliche Ausgabe für einen Sonderpreis

Angesichts der bemerkenswerten Auswahl der Bewerbungen habe man sich entschieden, in diesem Jahr zusätzlich zum Preis des „Entrepreneur des Jahres 2013“ einen „Sonderpreis der Jury“ zu vergeben. Dieser ging an Norbert Friob von Prefalux. Dabei habe man das gesamte unternehmerische Lebenswerk des Preisträgers berücksichtigt „mit seinen vielen Erfolgen, aber auch möglichen schweren Zeiten, die es ihm ermöglichten, über sich hinauszuwachsen und sie noch erfolgreicher umzuwandeln“, erklärt dazu das Jurymitglied Gary Kneip von der CLC. Friob gründete mehrere erfolgreiche Unternehmen, darunter auch Prefalux, ein führendes Bauunternehmen, das derzeit 260 Mitarbeiter beschäftigt. Die Kandidatur für den Wettbewerb „Entrepreneur des Jahres“ habe, so teilt EY mit, für Friob eine außergewöhnliche Möglichkeit dargestellt, eine positive Nachricht zu übermitteln: „Sich empören ist gut, sich engagieren ist besser.“

Die Jury des diesjährigen Wettbewerbs unter dem Vorsitz Fedil-Präsidenten setzte sich aus Georges Muller (Vereinigung junger Unternehmer), Jacques Lanners (Ceratizit S.A., dem Sieger des Vorjahreswettbewerbs), Tom Theves (Wirtschaftsministerium) und Gary Kneip (Luxemburger Handelskonföderation) zusammen. In diesem Jahr waren 38 Bewerbungen eingereicht worden, von denen nach Angaben von EY 19 Gegenstand ausführlicher Gespräche waren, um der unabhängigen Jury des Wettbewerbs ein vollständiges Bewerbungsdossier vorlegen zu können.

Die EY-Gala „World Entrepreneur of the Year“ als Höhepunkt der verschiedenen nationalen Auswahlverfahren wird im Juni nächsten Jahres in Monte Carlo stattfinden.