LUXEMBURG
SVEN WOHL

Der Körper ist bei der Mobilität oft die größte Schwachstelle

Die Mobilität im hohen Alter aufrecht zu erhalten ist nicht nur eine Frage der Technik. Auch wenn elektrische Rollstühle und Treppenlifte vielen eine große Hilfe sein können, ist Mobilität nun einmal auch Angelegenheit des Körpers. Dieser wird mit den Jahren immer anfälliger, weshalb die Beweglichkeit eine Unterstützung benötigt. Diese kann unter anderem die Form von Orthesen und anderen Produkten vom Fachgeschäft für orthopädische Produkte annehmen.

Knie und Rücken besonders anfällig

„Der Bedarf ist gestiegen, auch weil die Menschen älter werden und im Alter länger aktiv bleiben wollen“, verrät uns Patrick Kugener, Direktor von „Orthopédie Felten“. Vor allem die Knie aber auch der Rücken sind bei den älteren Kunden anfällig und benötigen eine dementsprechende Unterstützung.

Viele besorgen sich eine solche Unterstützung auf Verordnung des Arztes. Darauf vermerkt ist dann auch, wie und wie lange beispielsweise eine Orthese zu tragen ist. Da gibt es zahlreiche unterschiedliche Modi, die den Bedürfnissen der Patienten entsprechen: Einige benötigen sie nur stundenweise oder in der Nacht, während andere sie am Tag benötigen, während sie aktiv sind.

Dass eine Verordnung von Vorteil ist, zeigt sich nicht nur hier. Jeder Kunde ist einzigartig, was mit sich bringt, dass die Hilfen individuell und auf Maß angepasst werden müssen. Dieser Aufwand kostet und die hohen Preise individueller Produkte können Unvorbereitete erschrecken. Doch die Orthesen werden von der Gesundheitskasse übernommen, liest man auf der Seite des Sozialministeriums. Aufpassen muss man jedoch bei Erneuerungen: Die Produkte sollen für einen gewissen Zeitraum brauchbar sein. Eine Erneuerung sieht die Gesundheitskasse generell alle fünf Jahre vor. Wer früher eine Erneuerung möchte, muss dementsprechend selbst zahlen.