LUXEMBURG
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Rund 2.100 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im „Fondamental“ erhalten Hilfe

Zum derzeitigen Stand werden laut Angaben des Bildungsministeriums 1.085 Grundschüler mit spezifischen Bedürfnissen von Mitgliedern der ESEB-Teams unterstützt. Weitere 1.023 Schüler sind derweil in so genannten „ateliers de soutien“ eingeschrieben. Das teilt Bildungsminister Claude Meisch (DP) auf eine parlamentarische Antwort der CSV-Fraktion mit. Darüber hinaus stehen zum jetzigen Zeitpunkt 81 so genannte I-EBS-Lehrer Schülern mit spezifischen Bedürfnissen im Unterricht zur Seite. Ab dem Schuljahr 2016/17 sollten über den Zeitraum von vier Jahren insgesamt 150 solcher „instituteurs spécialisés dans la scolarisation des enfants à besoins éducatifs particuliers ou spécifiques“ rekrutiert werden. Dieses Ziel fristgerecht zu erfüllen dürfte allerdings schwierig werden. Für das kommende Jahr beabsichtigt das Ministerium, zusätzliche 25 spezialisierte Lehrer einzustellen. „Die Rekrutierung wird im Frühjahr 2020 fortgesetzt und gegebenenfalls auch in den darauf folgenden Jahren“, schreibt der liberale Minister. Ziel ist es, in jeder der heute 157 Grundschulen einen I-EBS-Lehrer zu haben. 60 der heutigen 81 I-EBS arbeiten Vollzeit.

Eltern können Einspruch einlegen

Die Abgeordneten Françoise Hetto und Léon Gloden wollen dann auch Auskunft der Regierung zum Ablauf der Prozedur, wenn bei Kindern Förderbedarf festgestellt wird. Wenn die „équipe pédagogique“ mit der Zustimmung der betroffenen Eltern entscheidet, dass die durch die Schule angebotene Betreuung nicht ausreicht, soll die jeweilige ESEB-Mannschaft innerhalb von vier Schulwochen die Ergebnisse einer Diagnose vorlegen. Auf dieser Grundlage arbeite die Inklusionskommission dann einen individualisierten Betreuungsplan aus, der regelmäßig angepasst werde. Der „plan de prise en charge individualisé“ wird den Eltern zur Zustimmung vorgelegt. Sind die Eltern nicht einverstanden, können sie Einspruch beim Minister einlegen, der das Dossier „einer von ihm nominierten Expertengruppe vorlegt“. Diese Expertengruppe, zu denen das Ministerium keine weiteren Angaben macht, kann dann gegebenenfalls einen Alternativvorschlag machen.