LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Resultate der Umfrage über das Mobilitätsverhalten in der Stadt Luxemburg vorgestellt

Zusammen mit Charles Margue vom Meinungsforschungs-Institut TNS-Ilres stellten Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer und Schöffin Sam Tanson gestern Nachmittag die Resultate der Umfrage das Mobilitätsverhalten in der Stadt Luxemburg betreffend vor. Durchgeführt wurde die Umfrage Ende April/Anfang Mai dieses Jahres.

2.233 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren, stellvertretend für die Bevölkerung des Großherzogtums - 990 Einwohner der Stadt Luxemburg, 541 Personen aus den Randgemeinden, 702 Einwohner aus dem Rest des Landes -, 372 im Großherzog tätige Pendler und 655 Kinder im Alter von drei bis 15 Jahren, die auf dem Territorium der Stadt Luxemburg leben, wurden bei dieser Umfrage über Telefon oder online befragt. Dies hat es erlaubt, wie Charles Margue unterstrich, genaue und detaillierte Daten in Sachen Mobilitätsverhalten in der Hauptstadt, besonders was den Individualverkehr (Wagen und Moto), den öffentlichen Personennahverkehr (Bus und Zug) und die sogenannte sanfte Mobilität (Fahrrad und zu Fuß gehen) betrifft, zu sammeln.

Bei dieser Umfrage, wie gestern unterstrichen wurde, wurde die „unumstrittene Bedeutung des Autos“ bestätigt: Fast alle Haushalte (97 Prozent) besitzen einen Wagen. Das Auto ist und bleibt das meist benutzte Transportmittel im Allgemeinen und um zur Arbeit zu gelangen. Genutzt wird das Auto in diesem Zusammenhang insbesondere von den Einwohnern der Randgemeinden.

Zwei von drei Personen, die in der Stadt Luxemburg arbeiten, verfügen über einen Parkplatz am Arbeitsplatz.

Das „Carloh“-Carsharing-Angebot der Stadt Luxemburg genießt Charles Margue zufolge einen ausgezeichneten Ruf und immer mehr Benutzer greifen auf dieses System zurück.

Das Stadt Luxemburg zieht drei Viertel der Bevölkerung des Großherzogtums an und diese nutzen in erster Linie das Auto, um in die Hauptstadt zu gelangen.

Die Hauptstadt - Hauptanziehungspunkt des Landes

Was nun den öffentlichen Personennahverkehr betrifft, so besitzen, der Umfrage zufolge, 50 Prozent der Einwohner der Stadt Luxemburg ein Abonnement der öffentlichen Verkehrsmittel. Nur 50 Prozent der Benutzer des öffentlichen Transports benutzen ein Abonnement. Ein Drittel der Einwohner außerhalb der Stadt Luxemburg nehmen den öffentlichen Transport, um zu ihrem Arbeitsplatz in Luxemburg-Stadt zu gelangen.

Auch hielt Margue fest, dass vier bis fünf Prozent der Mobilitätsbewegungen in Luxemburg-Stadt mit dem Fahrrad - das eigene Fahrrad sowie das Fahrrad-Verleih-System „Vélo’h“ -zurückgelegt werden.

Mobile Kinder in der Hauptstadt

Was nun die 655 auf dem Stadtgebiet lebenden Kinder in Alter von drei bis 15 Jahren, die in der Umfrage berücksichtigt wurden, betrifft, so stellte der TNS-Ilres-Vertreter ein „ganz großes Fahrrad-Potenzial“ fest. Im Grundschulalter legen die Kinder den Weg zur Schule zu Fuß zurück (70 Prozent). Besuchen sie dann den Sekundarunterricht, so wird der Schulweg mit dem Bus zurückgelegt (78 Prozent). Was nun die para-schulischen Aktivitäten betrifft (zum Beispiel Besuch des Musikkonservatoriums oder Sportaktivitäten) so werden die Kinder ganz häufig mit dem Auto hingebracht (62 Prozent).

Für ihre sogenannten Ausgänge (Kino-oder Theaterbesuche) greifen die in der Umfrage berücksichtigten Kinder, die auf dem Stadtgebiet leben, in erster Linie den Bus (51 Prozent) zurück.

Im Anschluss an die Vorstellung der Umfrage in Sachen Mobilitätsbewegung in Luxemburg-Stadt, deren Resultate nun umgesetzt werden sollen, bedauerte Bürgermeisterin Lydie Polfer, dass die Randgemeinden nicht verstärkt auf das Bus-Angebot zurückgreifen.