BERLIN/LUXEMBURG
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Diese prominenten Menschen haben uns 2018 verlassen

Im Jahr 2018 haben uns viele bekannte Gesichter verlassen, sind bemerkenswerte Stimmen für immer verstummt und haben herausragende Federn ihre Schreibtätigkeit eingestellt. In unseren Erinnerungen werden sie weiterleben. Ein (unvollständiger) Überblick:

07.01. France Gall (70): Die französische Chanson-Ikone begann ihre Karriere in den 1960er Jahren. Mit „Poupée de cire, poupée de son“ gewann sie 1965 für Luxemburg den „Grand Prix Eurovision de la Chanson“. Die Sängerin feierte auch große Erfolge außerhalb Frankreichs, unter anderem mit „Ella, elle l’a“.

20.01. Paul Bocuse (91): Er galt als Papst der französischen Küche, der Gastronomieführer „Gault&Millau“ nannte ihn „Koch des Jahrhunderts“. Bocuse, dessen Markenzeichen Trikolore-Kragen und hohe Kochmütze waren, hatte seine zwischen 1958 und 1965 verliehenen drei Michelin-Sterne nie verloren.

13.02. Prinz Henrik von Dänemark (83): Der als Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat geborene französische Graf war seit 1967 mit der späteren dänischen Königin Margrethe II. verheiratet.

14.03. Stephen Hawking (76): Der britische Astrophysiker zählte zu den bedeutendsten Wissenschaftlern aller Zeiten. Der Professor für Mathematik der Universität Cambridge forschte unter anderem zum Ursprung des Kosmos und zu Schwarzen Löchern. Der an der Muskel- und Nervenkrankheit ALS erkrankte und fast völlig bewegungsunfähige Hawking konnte sich nur mit Hilfe eines Computers verständigen.

13.04. Milos Forman (86): Der gebürtige Tscheche und zweifache Oskar-Preisträger führte die Regie weltberühmter Filme wie „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Hair“ und „Amadeus“.

22.05. Philip Roth (85): Der preisgekrönte US-Schriftsteller und ewige Anwärter auf den Literaturnobelpreis schrieb 27 Romane, dazu Sachbücher, dutzende Novellen, Kurzgeschichten, Essays und Interviews. Zu den erfolgreichsten Titeln zählen die Romane „Der Ghostwriter“ und „Amerikanisches Idyll“.

13.08 Georges Hausemer (61): Er war einer der wichtigsten Schriftsteller der Literaturszene Luxemburgs. 2012 hatte er zudem mit seiner Ehefrau Susanne Jaspers den Verlag „capybarabooks“ gegründet. Im Herbst 2017 wurde der Luxemburger mit dem „Prix Batty Weber“ für sein Lebenswerk geehrt. Im gleichen Jahr hatte er drei Werke veröffentlicht: „Luxemburg. Das einzigartigste Großherzogtum der Welt“ (mit Jaspers), „Fuchs im Aufzug. Erzählungen“ und „Bushäuschen in Georgien. Texte und Fotos“. Seit April 2016 hatte Hausemer in seinem Blog „Ich und mein Tumor“ über seine Krebserkrankung geschrieben.

16.08. Aretha Franklin (76): Lieder wie „Respect“, „Chain of Fools“ und „I Say a Little Prayer“ machten die US-Sängerin zur „Queen of Soul“. Für ihren von Gospel und Jazz beeinflussten Gesang erhielt sie 18 Grammys. Sie wurde 1987 als erste Frau in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen und sang 2009 bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Barack Obama.

18.08. Kofi Annan (80): Der von 1997 bis 2006 amtierende Generalsekretär der Vereinten Nationen galt als moralisches Gewissen der Welt. Der Ghanaer war 1997 als erster Mann aus einem Staat südlich der Sahara an die Spitze der UN gerückt.

23.08. Dieter Thomas Heck (80): Der Showmaster moderierte von 1969 bis 1984 die „ZDF-Hitparade“ 183 Mal live aus Berlin. Daneben stand er für große Samstagabendshows wie „Melodien für Millionen“ und „Musik liegt in der Luft“ vor der Kamera. .

06.09. Burt Reynolds (82): Der Amerikaner war in den 1970er und 1980er Jahren ein Kassenmagnet der US-Filmbranche. Das Abenteuerdrama „Beim Sterben ist jeder der Erste“ und die Actionkomödie „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ wurden zu Hits. Trotz Millionengagen war das Leben der Hollywood-Ikone ein Wechselbad mit Bankrott und millionenschwerer Scheidung.

01.10. Charles Aznavour (94): Der als Sohn armenischer Eltern in Frankreich geborene Sänger, Liedtexter und Schauspieler wurde mit „Du lässt dich geh’n“ und „La Bohème“ zum Star des französischen Chansons. Mit seiner rauen Stimme eroberte Aznavour ein Weltpublikum. In seiner über 70-jährigen Karriere komponierte er mehr als 1.300 Chansons, verkaufte mindestens 180 Millionen Platten und wirkte in über 60 Filmen mit.

06.10. Montserrat Caballé (85): Die Katalanin galt als die letzte große Operndiva. Seit Beginn ihrer Karriere 1956 in Basel kam sie auf über 4.000 Auftritte. Den internationalen Durchbruch schaffte die Spanierin 1965 in der Titelrolle von Donizettis „Lucrezia Borgia“ in der Carnegie Hall in New York. Der für die Olympischen Sommerspiele geschriebene Song „Barcelona“ machte sie 1992 einem breiten Publikum bekannt.

12.11. Stan Lee (95): Der Sohn rumänischer Einwanderer, als Stanley Martin Lieber in den USA geboren, schuf mit seinem Marvel-Verlag in den 1960er Jahren eine Reihe populärer Comic-Figuren wie „Spider-Man“, „Hulk“ und „X-Men“. Auch der Erfolgsfilm „Black Panther“ von 2018 stammte aus Lees Feder.