LUXEMBURG
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Wie die künftige regionale Zusammenarbeit für Trinkwasser im „Natur- a Geopark Mëllerdall“ aussehen soll

Leitungswasser ist ein unverzichtbares Nahrungsmittel. Dies gilt insbesondere für Region „Mëllerdall“, wo das Wasser ausschließlich aus regionalen Grundwasser-Quellen stammt. Diese lokale Ressource reicht aus, um alle Trinkwassersysteme der elf Mitgliedsgemeinden des „Natur- & Geopark Mëllerdall“ zu versorgen, ohne dass sie auf „externe“ Ressourcen wie zum Beispiel den Obersauerstausee zurückgreifen müssen.

Zu hoher Nitratgehalt

Die Wasserqualität der Trinkwasserbrunnen Region „Mëllerdall“ wird durch menschliche Aktivitäten mit einem Nitratgehalt von über 25 mg / l signifikant beeinflusst. Für ein Drittel der Brunnen sind Einzugskorrekturmaßnahmen erforderlich, um die Nitratkonzentrationen zu reduzieren. Die Lage in der Region „Mëllerdall“ spiegelt die Situation auf nationaler Ebene wider, wo Trinkwasserbrunnen mit dem kumulativen Flow-on der ausreicht, um 75.000 Einwohner mit Trinkwasser zu versorgen außer Dienst gestellt werden mussten aufgrund der Präsenz von Nitraten und Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln.

Auf lange Sicht kann demnach die Trinkwasser-Sicherheit nur gewährleistet werden durch die Einrichtung von Schutzzonen um Trinkwasser-Einzugsgebiete gewährleistet werden.

Um die Durchführung der Maßnahmen zu erleichtern, hat die Regierung der regionalen Zusammenarbeit zwischen Trinkwasserlieferanten Priorität eingeräumt. Ende September vergangenen Jahres wurde eine Konvention der Zusammenarbeit zwischen den Trinkwasserlieferanten des Region „Mëllerdall“ und Umweltministerin Carole Dieschbourg unterzeichnet. Vier Gemeinden, die nicht Mitglied des „Natur- a Geopark Mëllerdall“ sind, haben ebenfalls Interesse angemeldet, bei dieser regionalen Zusammenarbeit mitzumachen. Am vorgestrigen Donnerstagabend fand eine erste Gründungsversammlung des Begleitkomitees im „Maison du Parc“ in Befort statt. Um die Verwaltung der regionalen Maßnahmenkataloge zu gewährleisten, ist Rachel Krier seit dem vergangenen 1. Mai beim „Natur- a Geopark Mëllerdall“ tätig.