PASCAL STEINWACHS

Auch wenn alle Welt - auf jeden Fall aber die Politik und die Medien - aktuell nur noch von den Europawahlen spricht, so findet momentan aber auch noch eine ganze Latte von anderen Dingen statt, die für manche Leute irgendwie auch wichtig sind. So wie zum Beispiel die Muttergottes-Oktave, die gestern trotz ihres diesjährigen Mottos „Bleif bei eis! – Reste avec nous! – Bleib bei uns!“ zu Ende ging; die Blumen-im-Haar-alles-wundervoll-Sause „Food For Your Senses“, die gestern endgültig begraben wurde (R.I.P.); und natürlich die am Samstag in Venedig gestartete „Päischtcroisière“, die in Sachen ökologischer Fußabdruck ziemlich phänomenal, für jeden richtigen Luxemburger jedoch fast so wichtig ist wie das Autofestival.

Die Wochenrückblickerin der Erzbistumszeitung verlustierte sich ihrerseits über das „Urban-gardening“ von Umweltministerin Dieschbourg, das früher schlicht und einfach „den Garten umgraben“ gehießen habe. Lustig gemacht wird sich aber auch über das Abschalten der Windmühlen, nachdem ein Rotmilan dort ums Leben gekommen war, so dass sich die Wochenrückblickerin die Frage stellt, „wo denn jetzt der grüne Strom herkommen soll, den die Umweltschützer für ihre Elektroautos brauchen“. Gut, dass wir Cattenom haben...