LUXEMBURG
SVEN WOHL

Die „Theaterplage“ bringt den Strand in die Hauptstadt

Sommer, Sonne, Strand: So lautet die perfekte Kombination für den Urlaub. Luxemburg kann sich letzteres in Abwesenheit eines Meeres nicht leisten. Oder etwa doch? In der Hauptstadt wird man auf der „Theaterplaz“ mittlerweile eines Besseren belehrt.

Rundum wohl fühlen

Es sieht aus wie ein großer Sandkasten, ist mit Liegestühlen, die im Schatten von Palmen stehen gefüllt und bietet den Kindern reichlich Platz zum Spielen. Sie hatten den Einweihungsversuchen der Bürgermeisterin Lydie Polfer zumindest insofern einen Strich durch die Rechnung gemacht, als dass sie schon vorher im Sand tobten. Unter den wachsamen Augen der Eltern, die hier auch entspannen können, versteht sich. Selbst an die Strandlektüre wurde gedacht, ist doch der „Bicherschaf“ nicht weit und lädt zum Stöbern ein. Auf Essen und Trinken muss man ebenfalls nicht verzichten und ein DJ sorgt für musikalische Unterhaltung.

Die Idee, den Platz durch eine Umgestaltung zu nutzen, ist nicht unbedingt neu. So wurde er etwa für einen Wintermarkt im vergangenen Jahr genutzt. Damals wurde im Sommer ein Kunstrasen samt Pétanque-Piste angeboten. Doch seitens der Bürgermeisterin und des Schöffenrats besteht der Wille und Wunsch, den Platz weiterhin auf diese Art und Weise aufzuwerten. „Es fehlt noch der Pool, aber man kann sich ja noch steigern“, meinte die Bürgermeisterin bei der Vorstellung der sogenannten „Theaterplage“. „Es bereitet mir eine große Freude, dass so viele Leute, so viele Kinder, bereits hiervon profitierten“, stellte sie weiter fest, während hinter ihr tatsächlich die Kinder durch den Sand liefen. Die Schuhe blieben draußen, versteht sich. Hygiene war indes ein Thema, das man ebenfalls direkt ansprach: So möchte man seitens des städtischen „Service Hygiène“ dafür Sorge tragen, dass der Strand stets sauber bleibt. Die anwesenden Verantwortlichen der Gemeinde, darunter Schöffe Serge Wilmes, zeigten sich zuversichtlich, dass hier ganze Arbeit geleistet werden würde und der Dienst sich täglich dafür einsetzen würde. Dabei behilflich sollen auch die drei unterschiedlichen Müllcontainer sein, von denen einer für die Entsorgung von Glasmüll dienen soll.

Die „Theaterplage“ wird bis Ende September beim Kapuzinertheater zu finden sein.