PASCAL STEINWACHS

Als Haudegen alter Schule weiß Außenminister Asselborn natürlich am allerbesten, was sich chefdiplomatisch so gehört, nämlich zuweilen auch die ein oder andere Schule zu besuchen, um dort zu erklären, wie es in der großen weiten Welt so zugeht. Vorgestern war es wieder mal soweit, allerdings durfte der Ministermethusalem diesmal nicht nur über Gott und die Welt referieren, sondern - was Jean Asselborn als immer noch wichtigsten aller großherzoglichen Sozialistenmenschen natürlich besonders erfreute - sogar auch einen „roten Händedruck“ hinterlassen, um solcherart (das Ding nennt sich „Red Hand Day“) seinen Protest gegen die Kindersoldaten auszudrücken.

In der Erzbistumszeitung haben sie derweil ganz andere Probleme, ist dieser doch die „Fifty Shades of Grey“-Verfilmung zu harmlos. Die „Wort“-SM-Expertin, enttäuscht bis in alle Poren, spricht dann auch von „‘Coffee table’-Sadomasochismus“, warnt ihre Leserschaft aber gleichzeitig davor, dass dieser Film „weder für VegetarierInnen, noch VeganInnen geeignet“ sei.

Die Sache auf den Punkt brachte dieser Tage indes „Der Postillon“: „Masochist geht freiwillig mit seiner Freundin in ‘Fifty Shades of Grey’“. Und heute ist Valentinstag...