„Im Wald geht es rund“ prangte gestern über einem Kommentator im „tageblatt“. Eine Etage tiefer behandelte ein anderer das Thema „Rammeln wie die Karnickel“. Aber keine Angst jetzt, Ihren Waldspaziergang können Sie auch weiterhin noch genießen, ohne zu befürchten, von hochnotlüsternen Langohr-Viechern besprungen zu werden. Der Autor stößt sich nur an der Entrüstung, die der peppige Papst mit seiner Weisung ausgelöst hat, gute Katholiken müssten sich nicht unkontrolliert - wie Kaninchen - fortpflanzen. „So mancher in der Kurie ergraute Prälat, so manche Ordensschwester dürften sanft errötet sein“, meinte die deutsche taz. dieser Tage. Fuchsteufelswild war indes der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter. Und zwar über die mangelnde cuniculare Fachkenntnis des Pontifex. Man dürfe nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen. Die Fortpflanzung bei Zuchtkaninchen verlaufe in durchaus geordneten Bahnen. „Nur gut“, so das „t“, „ dass der Papst zu seinen Vergleichen nicht etwa (Oster)-Hasen oder (Heilig-Geist)-Tauben bemühte. Das Entsetzen wäre enorm gewesen“.
So manches dicke Schäfchen wird bei Franziskus schon ordentlich gemeckert haben, dass ein Vatikaninchen reicht. Aber das kann dem Oberhirten auch egal sein.


