LUXEMBURG
SVEN WOHL

Die Polizei Luxemburgs veröffentlichte neue Verbrechensstatistiken

Mit ein wenig Verspätung hat die Polizei Luxemburgs vorgestern die neuen Kriminalitätsstatistiken für das Jahr 2019 veröffentlicht. Während bereits einige Eckdaten im Jahresbericht der Polizei zu lesen waren (wir berichteten), handelt es sich hierbei dennoch um eine detailliertere Auflistung des Jahres 2019. Auf den ersten Blick gab es eine Steigerung von vier Prozent, was die Gesamtzahl der Straftaten angeht. Dennoch schreibt die Polizei in ihrer Einschätzung, dass die Zahl der Fälle (38.800) gemessen an der Bevölkerung und deren Wachstum ganz gut ist. Hier ist der Vergleich mit 2015 schnell gezogen, wo es mehr Fälle bei einer geringeren Population gab.

Mehr häusliche Gewalt festgestellt

Bei den gegenstandsbezogenen Verbrechen meldet die Polizei konstant bleibende Zahlen seit 2016. So zählte man 2019 412 Diebstähle mit Gewalt und 151 Diebstähle von mobilen Telefonen. Bewaffnete Raubüberfälle gab es acht, 273 PKW-Diebstähle, 517 gestohlene Fahrräder und 1.011 Fälle, in denen Gegenstände aus Fahrzeugen gestohlen wurden. Bei sämtlichen anderen Diebstählen kommt man auf 10.047 Fälle.

Bei den personenbezogenen Verbrechen stellt man für das vergangene Jahr drei Morde und ein Assassinat fest. Dies ist ein Fall mehr als im Jahr zuvor und zwei Fälle mehr als 2017.

Körperverletzungen wurden 2.800 registriert, was einen Anstieg gegenüber zum Vorjahr (2.607) darstellt. Bei der häuslichen Gewalt kam es ebenfalls zu einem Anstieg. Dieser stellt sich ins Zeichen der Entwicklung der vergangenen Jahre: 2017 wurden 715 Fälle aufgenommen, 2018 waren es 739 und 2019 ganze 849. Auch die Wegweisungen fielen im vergangenen Jahr mit 265 Fällen höher aus. Bei den Vergewaltigungen wie auch sexuellen Nötigungen sieht die Evolution ähnlich aus: Hier wurden bei ersterem 116 Taten gemeldet, bei letzterem 144.

Positives weiß die Polizei bei der Aufklärungsquote zu melden. 53,2 Prozent der Fälle wurden im vergangenen Jahr zur Akte gelegt. 2017 waren es gerade einmal 44,6 Prozent, 2018 bereits 50,7 Prozent.

Einen kompletten Überblick können Sie sich auf gd.lu/2Vb7VC verschaffen