LUXEMBURG
DANIEL OLY

„ParkinsonNet“-Kompetenzzentrum zur effektiveren Vernetzung der Behandlung eingeweiht

Die Parkinson-Erkrankung werde künftig zu einem immer größeren gesellschaftlichen Problem werden; derzeit liegen die Zahlen bereits bei geschätzten fünf bis sechs Millionen Erkrankungen weltweit.

Bessere Vernetzung

Das Problem: „Die behandelnden Experten sind zu schlecht vernetzt - auch untereinander“, bemängelt der Holländer Dr. Bastiaan Bloem. Zu diesem Zweck leitet er „ParkinsonNet“, ein Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern, das mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums gestern auch in Luxemburg vorgestellt wurde.

Die Idee ist einfach: „Wir brauchen besser ausgebildete und erfahrenere Ärzte und Dienstleister“, erklärte Bloem. „Wir vereinen Fachwissen und Erfahrung und bieten damit eine hoffentlich bessere Behandlung.“ Damit soll die bereits gute Qualität der Parkinsonbehandlung im Großherzogtum nochmals besser werden.

Das „ParkinsonNet“ werde im „Luxembourg Centre fror Systems Biomedicine“ (LCSB) untergebracht, wo es auf die Kompetenzen des LCSB setzen und diese weiter ausbauen kann. „Das bestätigt den Standort Luxemburg und die Universität als hervorragende Forschungsumgebung“, meinte Uni-Direktor Pallage gestern. Als Kompetenzzentrum passe es zudem in das Konzept der neuen Gesundheitsplanung und der „Integrierten Versorgung“, meinte Dr. Jean-Claude Schmit der Gesundheitsdirektion des Gesundheitsministeriums. „Das hat potenziell Modellcharakter.“ „Das ist die nächste Etappe im Kampf um Mehrwert für Patienten“, unterstrich derweil der Generalsekretär des nationalen Forschungsfonds FNR, Marc Schiltz.