LUXEMBURG
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CGDIS-Freiwillige haben ihre Engelte Ende März erhalten

Seit längerer Zeit machte der „Corps Grand-Ducal d’Incendie et de Secours“ (CGDIS) durch Schlagzeilen bezüglich der Koexistenz von freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeitern auf sich aufmerksam. Dies allem voran deshalb, weil Freiwillige über einen längeren Zeitraum auf ihre Vergütungen warten mussten. Nach diesen Streitigkeiten um die Bezahlung von Einsätzen der freiwilligen Mitglieder des CGDIS, wies Innenministerin Taina Bofferding in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Piraten-Abgeordneten Marc Goergen darauf hin, dass die Überweisungen nach den nötigen Überprüfungen der Zahlen und Dokumente erfolgen werden. In dieser Antwort verwies die Ministerin auf einen Auftrag, der im August letzten Jahres erteilt wurde. Nun richtet sich Marc Goergen erneut an die Frau Ministerin um auf ein Neues nachzuhaken, ob die noch ausstehenden Vergütungen bis dato ausbezahlt wurden und falls nicht, welche Gründe hierfür anzuführen sind.

Laut Ministerin Taina Bofferding erfolgten sämtliche Zahlungen, die vom Verwaltungsrat des CGDIS noch für das Budgetjahr 2019 festgehalten wurden, am 31. März. Insgesamt wurde hier eine Summe von 9.515.738 Euro ausbezahlt, wovon der größte Anteil an Arbeiter im Bereitschaftsdienst ging.

Erklärungen für jeden zugänglich

Auch die Fairness der Bezahlung der freiwilligen Bereitschaftsdienste sorgte in den letzten Monaten immer wieder für Diskussionsstoff - ein Punkt, der auch diesmal im Mittelpunkt steht. Die Aufteilung, welcher Betrag einem freiwilligen Mitglied pro Stunde zusteht, hänge allerdings von der Art und Weise des Dienstes ab. Bei einem normalen Bereitschaftsdienst, bei dem der oder die Freiwillige von zuhause aus arbeitet, die sogenannte „permanence en astreinte“, stehe der Person jeweils ein Euro pro Stunde zu. Der Bereitschaftsdienst in der Kaserne („permanence en garde casernée“) hingegen wird mit zehn Euro pro Stunde vergütet.

Um für einen besseren Überblick und mehr Aufklärung in Bezug auf die Auszahlungen zu sorgen, wurden am 16. Januar 2020 neue Bestimmungen in Kraft gesetzt, die neben dem oben genannten Stundenlohn, auch Regeln bezüglich zusätzlicher Arbeiten, die nicht in die Kategorie der Bereitschaftsdienste fallen, festlegen. Damit diese Regelungen für jeden verständlich und zugänglich sind, wurde vom CGDIS ein Dokument ausgearbeitet, das seinen Mitgliedern diese neue Ordnung im Detail erklärt.

Das Dokument findet man auf der Internetseite des CGDIS www.112.lu