CLAUDE KARGER

Endlich ist es vorbei, das Herbst-Halali auf die Wähler. Zeit, wieder über wichtigere Dinge zu talken. Wie das hier: „Bauer Guy vu Lëtzebuerg verkuckt sech a Fra vun engem Aneren“, meldete RTL gestern. Huch! Dabei hatten wir gedacht, die Landwirte der ADR (Guy Arend machte Platz drei bei der Wahl im Norden), seien Modell-Gesellen. Nun denn, etwas Beziehungsschärfe schadet „Bauer sucht Frau“ wohl nicht. Scharf hat am Wahlabend der „Quotidien“ das Treiben in und um die Wahlzentralen observiert. Pikanterweise hebt das Blatt etwa hervor, dass ein Caterer namens „Artisan du bonheur“ die CSV-Party versorgte, bei der schon mächtig viel Schampus gebunkert worden war. Einiges blieb am Sonntagabend aber im Bunker, denn zum Prosten zumute war bei der „formerly known as Wiseler-Partei“ den wenigsten. Der „Quotidien“ hat trotzdem jemand gewunden, der lachte: „ce n’est qu’une élection, vous savez, il nous en faut plus pour perdre notre sens de l’humour“. Recht so. Bei den Grünen rockte indes der „Tuurm“ das Haus derart, dass er gestern Morgen bereits eine Menge Anträge bekam eine „Yoga mam Claude“-Sitzung zu veranstalten um die tanz-wie-verrückt-Wehwehchen einiger Parteigänger zu lindern. Tja, auch bei den meisten Ökos knarzt es mittlerweile allenthalben. Man wird halt nicht jünger.