LUXEMBURG
JEFF KARIER

Die diesjährigen Bands des Festivals „Siren‘s Call“ stehen fest

Seit Dezember ist bekannt, dass die dritte Auflage des Musikfestivals „Siren’s Call“ am 29. Juni in und um die Abtei Neumünster stattfinden wird. Gestern enthüllten nun das Kulturzentrum neimënster und „den Atelier“ das Line-up des Festivals, und dieses kann durchaus überzeugen.

Als Headliner wird die britische Elektro-Pop-Band „Metronomy“ auftreten. 1999 gegründet hat das Quartett eine interessante Entwicklung hingelegt und gehört zu den wenigen Bands, die auf kreative wie geschickte Art und Weise Indie Rock mit Electronica verbinden. Mit „Idles“ bietet das Festival auch eine Prise Punk-Rock aus Großbritannien. Bereits im März vergangenen Jahres war die Band in Luxemburg und begeisterte das Publikum in den Rotondes, sodass das „Atelier“ sie für sein Festival buchten.

Ebenfalls auftreten werden die amerikanischen Indie-Rocker von „Band of Horses“, die Singer-Songwriterin Chan Marshall, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen „Cat Power“ und das deutsch-schweizer Duo „Grandbrothers“.

Herausstechende Künstler

„Es ist als Festival wichtig, auch lokale Künstler zu präsentieren und sich zwei, drei herauszupicken, die aktuell herausstechen“, erklärt Michel Welter vom „Atelier“. Er stellte das Programm gemeinsam mit Ainhoa Achutegui, Direktorin vom neimënster, und dem Kulturschaffenden Max Hochmuth vor, der als „Artistic Director“ sich unter anderem um den kulturellen Aspekt des Festivals kümmert. Zum Festival zählen dieses Jahr drei lokale Künstler.

Das ist zum einen „C’est Karma“, eine sehr talentierte Singer-Songwriterin, die mit nur 17 Jahren bereits kraftvolle Texte und einfühlsame Musik schreibt. Dafür erhielt sie im Dezember auch den Preis „Upcoming Woman in Music“ bei den „Luxembourg Music Awards“. Zum anderen wird „Raftside“ auf dem „Siren’s Call“ auftreten, dessen Musik vom deutschen Magazin „Intro“ als eine Mischung aus „The Strokes“ und „Kraftwerk“ beschrieben wurde. Im Rahmen einer Künstlerresidenz werden außerdem die luxemburgische Sängerin Claire Parsons und der Perkussionist Uriel Barthélémi für das Festival ein eigenes Projekt ausarbeiten. Sie nehmen dabei Bezug auf das Erbe religiöser Musik im Allgemeinen und Hildegard von Bingen im Besonderen.

Abgerundet wird das Line-up durch Flavien Berger, Claire Laffut und „The Holy“. Letztere verspricht alleine aufgrund der Tatsache, dass die Band zu zwei Fünfteln aus Schlagzeugern besteht, ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis zu werden.

Kulturelle Aspekte

„Siren’s Call“ ist aber mehr als ein reines Musikfestival. Auch wenn auf der Musik der Hauptfokus liegt, ist es auch ein Kulturfestival mit verschiedenen Workshops sowie Ausstellungen und Installationen. Hierbei arbeiten die Organisatoren auch dieses Jahr wieder mit verschiedenen lokalen Künstlern, Designern und Gruppen zusammen. Etwa der „Nuit des Lampions“ oder auch das Kollektiv „The End“. Es wird außerdem einen „Creators & Initiatives Market“ geben, zu dem man sich noch anmelden kann. Ein Akzent liegt auch auf darstellenden Künsten und der Literatur. So wird es etwa eine Darbietung von der Schauspielerin und Sängerin Catherine Elsen geben, und die Autorin Sophie Reyer wird aus ihrem Opus „Siren’s Call“ lesen. Weitere Programmpunkte sollen noch folgen.

Nachdem die letzten zwei Jahre das Wetter wunderbar mitspielte und sich die Organisatoren 2018 über rund 2.500 Besucher freuen konnten, hoffen diese, dass auch die dritte Auflage viele Besucher anzieht. Dabei wolle man vor allem für Familien mit Kindern attraktiv sein, weshalb Kinder unter zehn freien Eintritt erhalten. Für alle anderen kostet ein Ticket im Vorverkauf 52 Euro.

Den Auftakt des „Siren’s Call“ wird eine spezielle „Opening Night“ am Vortag machen, die an einem geheimen Ort stattfinden wird. Hier werden lokale Künstler, Bands und DJs auftreten. Zu diesem exklusiven Event haben jedoch nur jene Zutritt, die die ersten 200 Festival-Tickets gekauft haben.

Weitere Informationen unter www.sirenscall.lu