Nic Doodson wartet auf dem Flughafen von Helsinki auf seinen Anschlussflug nach London. Der Tenor und Frontmann der britischen A-Cappella-Truppe „The Magnets“ ist vor wenigen Minuten in der finnischen Hauptstadt aus China gelandet, wo er mit seinen fünf Bandkollegen auf Tournee war. Am 28. Juni reist die Band nach Ettelbrück, wo sie im Centre des Arts Pluriels Ed Juncker (CAPe)ihr aktuelles Album „All this time“ spielen werden. Die Platte ist eine Art Verneigung vor all den britischen Songschreibern, deren Kompositionen das Sextett bewundert. „Wir wollen mit diesem Album die Songwriter ehren“, erklärt der Tenor. Auf das Album haben es nur zwei eigene Titel des Sextetts geschafft, Doodson betont aber, dass auf dem kommenden mit Sicherheit wieder mehr eigenes Material sein werde. Die „Magnets“, die die Sounds bei den Auftritten nur mit den eigenen Stimmen erzeugen und auch im Studio nicht die Hilfe von Gastmusikern oder eines Computers beanspruchen, haben auf dem „All this time“-Album alle Stücke re-arrangiert. Die meisten habe man auch versucht zu re-interpretieren, erklärt Doodson.
Prominenter Zuhörer
Während die Musiker bei Adeles „Rolling in the deep“ am Original kleben blieben, wurde Stings „All this time“ re-interpretiert: „Wir haben dazu die Taktbezeichnung geändert“, unterstreicht der Tenor. Drei Mitglieder der Band re-arrangieren die Songs, sie würden sich die Notenbögen per Mail hin und her schicken, erklärt Doodson die Arbeitsweise der Musiker. Mancher Komponist, dessen Titel von den sechs für das aktuelle Album aufgenommen wurde, hat auf die Aufnahme des Sextetts reagiert. „Ich erinnere mich an ein Konzert, auf dem wir „Dreamer’s Ball“ des „Queen“-Gitarristen Brian May gespielt haben. Kurz vor dem Konzert erfuhren wir, dass May im Publikum saß, wir waren dann ziemlich nervös. „, erinnert sich Doodson. May hat das A-Capella-Arrangement aber gemocht.


