CAPE CANAVERAL
MARCO MENG

Den ganzen Tag machte am Dienstag der starke Wind in Florida einen Startausfall wahrscheinlich, am Ende war es aber ein technisches Problem.
GovSat-Chef Biewer bekräftigt: „Alles im grünen Bereich“. Die Verschiebung eines Raketenstarts sei nichts Ungewöhnliches. Bei den letzten Testdurchläufen vor dem Start der Falcon-9, die den Kommunikationssatelliten GovSat-1 in den Orbit bringen soll, zeigte ein Sensor in der zweiten Stufe derselben eine Fehlfunktion. Schwerwiegend sei das Problem nicht, und so meint denn auch das Raketenunternehmen SpaceX, es innerhalb von 24 Stunden behoben zu haben. Darum wurde der Start vom Space Launch Complex 40 von Cape Canaveral auf ein 121-minütiges Zeitfenster am Mittwoch ab 16.25 Ortszeit (später Mittwochabend in Luxemburg) verschoben. Laut Biewer bringt die Verschiebung auch finanziell keine Nachteile für GovSat. Das Gemeinschaftsunternehmen von Staat und dem Satellitenbetreiber SES hat drei Jahre an dem Projekt gearbeitet. Der Satellit wird dem luxemburgischen Militär und Partnerländern und -organisationen eine sichere Kommunikation ermöglichen und dabei Europa, Afrika und den Nahen Osten sowie den Atlantik und den Indischen Ozean abdecken. Auch die US-Presse war am Dienstag unter anderem mit CBS vor Ort vertreten und erklärte ihren Zuschauern und Lesern, was es mit dem Schiftzug „GovSat“ auf der Ladekapsel der Rakete auf sich hat. Zuvor hatte die luxemburgische Delegation mit Preminister Xavier Bettel, Erbgroßherzog Guillaume und Gattin sowie SES-Chef Karim Michel Sabbagh  das „Atlantis Building“ im Kennedy Space Center besucht, von wo die „Space Shuttle“ einst abhoben. Auch der „Cape Canaveral Air Force Station Space Launch Complex“ wurde besucht, wo die Delegation den ehemaligen Astronauten Bob Springer traf.