CLAUDE KARGER

Eine verschlüsselte CD mit einer mitgelauschten angeblichen Konversation auf höchster Staatsebene, die auch noch potenziell staatssprengende Brisanz hätte. Agenten, die die Lauscher auf Mega stellen, selbst ihrem Chef gegenüber. Dann fällt die Sache unter einen dicken flauschigen Teppich, den Jahre später Journalisten aufheben. Und - „bumm“ - stürzt einPremier vom Podest. Klingt wie ein Spionagethriller erster Güte. Ist aber alles andere als Fiktion. Die Protagonisten stehen seit Dienstag vor Gericht und freilich unter scharfer Beobachtung der Medien. Das „D‘Lëtzebuerg Land“ etwa schreibt über „Die Verschwörung - Srel-Prozess: Wie Geheimagenten auf Geschichten im Hollericher Cat Club hereinfielen“. Tja, solche Verschwörungsgeschichten gibt es zuhauf, da muss man gar nicht erst im weltweiten Konspirationsnetz surfen. In Esch-Alzette soll es gar eine „Verschwörungsklappe“ geben, wie wir aus dem „T“ erfahren. Dieses bösartige Ventil würden die Oberen der Minettemetropole für offenbar länger anhaltenden Störungen an einem Heizungsnetz bemühen, über die ein „T“-Journalist berichtete. Zum Glück ist nun wieder warm „op der Léier“. Mag sogar sein, dass alle Beteiligten eine Lehre aus der Sache ziehen. Oder will das gar jemand verhindern...? Klappe, die nächste!