LUXEMBURG
PASCAL STEICHEN

In Luxemburg mehren sich die Initiativen, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene direkt ansprechen, um ihnen die Cybersicherheit näher zu bringen. Dazu gehöre etwa das „Game of Code“ oder auch Aktivitäten wie „Hack4Kids“. „Security Made in Luxembourg“ (SMILE) ist an vielen dieser Initiativen beteiligt. Pascal Steichen, CEO des SMILE, erklärt, worin der Fokus besteht.

„Die Digitalisierung mit all seinen Technologien hat unseren privaten und beruflichen Alltag erobert. Auch wenn die jüngere Generation damit aufgewachsen ist, stellt man fest, dass sich zu sehr auf das reine Nutzen dieser Technologien konzentriert wird. Dies wird auch von den involvierten Unternehmen so vorangetrieben. Das Begreifen dieser Technologien gerät hier ins Hintertreffen. Es ist eben einfacher geworden, das Internet zu nutzen, was auch gut ist. Doch im Hintergrund ist die Komplexität des Netzes extrem gestiegen in den letzten 30 Jahren. Im Ernstfall wird diese sichtbar und überfordert viele Nutzer. Deshalb ist es wichtig, die Jugend möglichst früh anzusprechen, denn sie werden bereits im jungen Alter mit diesen Technologien konfrontiert.

Dies geht von der Sensibilisierung hin zu Workshops und kompletten Schulprogrammen. Nicht nur die jugendlichen sondern auch die älteren Generationen brauchen

ein gewisses ,Reskilling‘ um mit den Technologien besser umgehen zu können. Im Bereich Sicherheit wollen wir dieses Spektrum mit ,Hack4Kids‘ und der ,Cybersecurity Challenge‘ abdecken.

Dieses Jahr war während der ,Game of Code‘ ein Treffen der Teilnehmer vom ,Cybersecurity Challenge‘, ein Wettbewerb, der sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 25 richtet. Hier muss man im Bereich Cybersicherheit verschiedene Herausforderungen meistern und Probleme lösen. Ziel ist es, eine Mannschaft der zehn besten Teilnehmer aufzustellen, welche Luxemburg in einem europäischen Wettbewerb vertreten.

Wenn man Jugendlichen Technologien näher bringt, identifiziert man schnell jene, die sich wirklich dafür interessieren. Die kann man für diese Wettbewerbe begeistern, wo eines der Ziele darin besteht, Talente zu identifizieren, die später zu Spezialisten ausgebildet werden können. Denn es herrscht ein großer Bedarf an Experten für Cybersicherheit. Bis 2020 sollen in der EU 300.000 Spezialisten gebraucht werden. In so kurzer Zeit diese auszubilden ist quasi unmöglich. Diese Aktivitäten sollen diese Prognose etwas deckeln, denn wir wollen nicht Gefahr laufen, nicht genügend Spezialisten in diesem Bereich zu haben. Obwohl wir mit der Großregion einen gewissen Puffer haben, spüren wir das allmählich auch in Luxemburg.

Beim rezenten Meetup der Teilnehmer der ,Cybersecurity Challenge‘ wurden Workshops unserer Partner angeboten. Der Kontakt mit den Firmen ist wichtig, weil die Teilnehmer so potenzielle Arbeitnehmer kennen lernen. Es gehört zu unserer Aufgabe, jenen, die sich für Cybersicherheit interessieren, eine Plattform zu geben um zu zeigen, was sie können und den Kontakt zum Arbeitsmarkt herzustellen.“