LUXEMBURG
JEFF KARIER

Moderne Technik beim „Villeroy & Boch Culinary World Cup“

Um die Bewertung beim „Villeroy & Boch Culinary World Cup“ schneller, einfacherer und transparenter vorzunehmen, setzen die Juroren dieses Jahr erstmals auf Tablets mit einer speziellen App. „Die Idee hierzu entstand 2013, auch mit Blick auf Nachhaltigkeit. Schließlich reduzieren wir durch diese Herangehensweise die Menge an Papier, die wir im Rahmen des Wettbewerbs verwenden“, erklärt Carlo Sauber vom Vatel Club. Das von dem luxemburgischen Unternehmen RMS entwickelte Programm wurde bereits in einer Testphase bei anderen Wettbewerben in Lyon, Hongkong und Kuala Lumpur eingesetzt. So müsse man etwa nur noch einen QR-Code einscannen, um zum Beispiel ein Team im System zu registrieren. Die Daten des Wettbewerbs könnten später etwa zu Ausbildungszwecken unkompliziert weiterverwendet werden.

Die Jury der verschiedenen Wettbewerbe des CWC setzt sich aus Mitgliedern der „World Association of Chefs’ Societies“ zusammen, die als Juroren lizenziert sind und vom Organisationskomitee eingeladen wurden. „Diese bewerten die Gerichte nach festgelegten Kriterien. Aber auch das Arbeiten der Teams wird bewertet“, erklärt Sauber. Dieses Jahr werde etwa besonderer Wert auf das Vermeiden von Abfällen gelegt.

Die Juroren arbeiten in mehreren Gruppen. Die erste nimmt ihre Arbeit bereits um 4.30 auf. Sie übernehmen die Registrierung der Wettbewerbsteilnehmer, achten dabei etwa auf deren Anzahl und andere Vorgaben. Anschließend dürfen die Teilnehmer ihre Arbeit aufnehmen. Ab 7.00 werden die ersten Gerichte bewertet. Die Arbeit der ersten Gruppe sollte bis 11.00 abgeschlossen sein. Parallel beginnt die Arbeit der warmen Küche, die von einer anderen Gruppe an Juroren bewertet wird. Um Objektivität zu garantieren und um realistische Bedingungen zu schaffen, werden bei den Gerichten, die den Gästen serviert werden, zwei zufällige Teller den Juroren serviert. So sind die Juroren viele Stunden während des CWC im Einsatz. „Das können schon sehr lange Tage werden“, meint Sauber.