LUXEMBURG
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Tote Nutztiere werden gelegentlich tagelang liegen gelassen

Normalerweise werden tote Nutztiere zeitnah abtransportiert. Normalerweise. In Ausnahmefällen können die Kadaver auch bis zu drei Tage liegen bleiben. Diese Information wurde zumindest dem CSV-Abgeordneten Marc Spautz zuteil, der sich gleich in einer parlamentarischen Anfrage an Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) wendete.

Verspätungen sind eher die Ausnahme

In seiner Antwort erläutert dieser, dass im Normalfalls die Kadaver von einem ausländischen Unternehmen von Montags bis Freitags eingesammelt werde. Dieser Dienstleister sei allerdings relativ flexibel, so dass auch teilweise eine Einsammlung Samstags organisiert werden kann. Dies würde vor allem dann geschehen, wenn der Montag ein Feiertag ist oder durch andere Umstände in der Woche Verspätungen entstanden sind. Wenn ein Bauer ein totes Tier allerdings erst am späten Freitagmorgen oder am Nachmittag melde, würde der Kadaver erst am Montag abgeholt werden. Es sei schon mal vorgekommen, dass Landwirte sich bei der Veterinärverwaltung beschwert hätten, dass ihr Kadaver seit Tagen dort liegt. Da hätte sich auf Nachfrage herausgestellt, dass die Behörde gar nicht über diesen Kadaver informiert worden sei. Andere Ursachen für solche Verspätungen könnten laut Minister auch Pannen an den Fahrzeugen oder Ausfälle bei den Fahrern sein. Zwar sei immer ein Backup vorhanden, dieser bräuchte jedoch ein wenig länger, um vor Ort zu sein.
Rückblickend betrachtet müsse man festhalten, dass das Unternehmen die Aufgabe seit Jahren zur Zufriedenheit sämtlicher Beteiligter erfüllt habe. Es bestehe ein ständiger Kontakt zwischen der Verwaltung und dem Unternehmen, welches neben den Routineaufgaben auch Ausnahmesituationen meistern würde. Der Minister führt einen Fall an, wo ein Schweinestall abgebrannt sei und noch am gleichen Tag sämtliche Kadaver von dem Dienstleister abtransportiert worden seien. Falls es dennoch zu punktuellen Problemen kommen sollte, können sich die Landwirte bei der Veterinärverwaltung melden, wo man dann eine Lösung finden würde.