WALFERDINGEN
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Vereinigung „Fondation du Tricentenaire“ feiert 40-jähriges Bestehen

Im „Centre Prince Henri“ in Walferdingen wurde am Mittwoch das 40-jährige Bestehen der asbl „Fondation du Tricentenaire“ gefeiert. Zu dieser Feierstunde konnten die Verantwortlichen des „Tricentenaire“ unter anderem Großherzogin Maria Teresa, Arbeitsminister Nicolas Schmit und den Bürgermeister der Gemeinde Walferdingen, François Sauber, begrüßen.

Ein Blick zurück

Die Vereinigung „Fondation du Tricentenaire“ wurde 1979 gegründet mit dem Ziel, Familien bei der Betreuung von behinderten Personen mit einem temporären „Service d’acueil“ zu unterstützen. Im „Foyer Paula Bové“ in der Hauptstadt wurde 1982 ein Apartment für die Aufnahme von acht bis zehn körperbehinderten Menschen zur Verfügung gestellt. 1985 wurde das „Foyer d’Aide aux familles Emile Künsch“ in Walferdingen mit 22 Betten eröffnet, 1996 die „Résidence Nico Kremer“ in Heisdorf (38 Einwohner).

2005 wurde der asbl der öffentlcihe Nutzen zuerkannt, 2006 sollte der Namen in „Tricentenaire asbl, reconnue d’utilité publiqe - service pour personnes handicapées“ umgewandelt. 2008 wurde das Projekt „321 Vakanz“ geboren, eine auf die Organisation von Reisen für behinderte Menschen spezialisierte Dienststelle. 2009 wurde dann das „Centre Jean Heinisch“ in Bissen, in dem ein „Service d’activité de jour“ für 48 Personen, ein „Centre de formation Propédeutique Professionnelle“ für neun Personen und die „Ateliers du Tricentenaire“ für 32 behinderte Mitarbeiter angesiedelt sind, eröffnet. 2010 und 2011 wurden die beiden Pavillons in Heisdorf - für je acht Bewohner - eingeweiht.

2016 wurde die Gesellschaft „Chocolats du Coeur Sàrl“ für die Verwaltung der in Walferdingen ansässigen „Bar à chocolat“ gegründet. Die „Bar à chocolat“ wurde am 1. Juni 2016 eröffnet, die offizielle Einweihung fand am 1. Juli 2016 statt. Im vergangenen Jahr wurde dann die Reiseagentur „321 Vakanz“ in Walferdingen (50, route de Diekirch) eingerichtet.

Lange Wartelisten

Wie bei der Feierstunde in Walferdingen moniert wurde, warten derzeit über 100 Personen auf eine Aufnahme in eine, ihren Bedürfnissen angepasste Wohnstruktur. Demnächst soll Familienministerin Corinne Cahen die Schaffung einer Residenz für 40 behinderte Mitmenschen in Heisdorf ankündigen. Die Verwaltung dieses Hauses soll „Tricentenaire“ anvertraut werden.

Nach der Schokolade will sich die „Fondation du Tricentenaire“ übrigens nun an das Bierbrauen heranwagen. Eine Mikrobrauerei soll in Lintgen angesiedelt werden und Arbeitsplätze für 15 behinderte Mitmenschen bieten. Die Brauerei soll in einem ehemaligen „Café“ eingerichtet werden. Als Partner für dieses Projekt konnte nach Worten von „Tricentenaire“- Direktor Christophe Lesuisse die „Brasserie Simon“ gewonnen werden.


www.tricentenaire.lu