LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Erfolgreiche 2,5-Milliarden-Euro-Anleihe

Wie das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mitteilte, hat Luxemburg zwei neue Corona-bedingte Todesfälle zu beklagen. Damit haben hierzulande bislang 80 Menschen den Kampf gegen das Virus verloren. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 83 Jahren.

Mit dem Coronavirus infiziert sind in Luxemburg inzwischen 3.654 Personen - das sind wieder 36 mehr als am Vortag. Der Altersdurchschnitt liegt hier immer noch bei 46 Jahren. Von den infizierten Personen sind 2.973 Ansässige und 681 Nichtansässige; 51,1 Prozent sind Männer und 48,9 Prozent Frauen.

Seit Beginn der Krise wurden bislang insgesamt 36.087 Corona-Tests durchgeführt. Hospitalisiert sind im Moment 172 Leute (Covid-19 und Verdachtsfälle), von denen 29 auf der Intensivstation liegen. Entlassen wurden bislang 711 Corona-Patienten.

Anleihe mit negativem Zinssatz

Finanzminister Pierre Gramegna konnte den Mitgliedern der parlamentarischen Finanz- und Budgetkommission seinerseits via Videoschalte mitteilen, dass der Staat erfolgreich eine Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufgelegt hat, um die Unterstützungsmaßnahmen für Betriebe in der Corona-Krise zu finanzieren. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde erst am letzten Samstag vom Parlament verabschiedet.

Der Zinssatz der Anleihe, die an der Luxemburger Börse kotiert wird, liegt bei minus 0,035 Prozent, demnach der Staat einen leichten Gewinn macht, was nur deshalb möglich ist, weil Luxemburg weiterhin eine AAA-Bewertung bei den Ratingagenturen hat, wie Gramegna heute unterstrich. Die Anleihe ist in zwei Tranchen aufgeteilt: Die erste Tranche in Höhe von 1,5 Milliarden Euro hat eine Laufdauer von fünf Jahren, die zweite Tranche in Höhe von einer Milliarde Euro hat eine Laufdauer von zehn Jahren. Ein Viertel wurde von Luxemburger Investoren gezeichnet, hauptsächlich aus der Versicherungs- und Bankenbranche; der Rest von internationalen Geldgebern.

Neue Soforthilfen

Der Regierungsrat, der heute zusammen kam, hieß indes weitere Soforthilfen für kleine und ganz kleine Betriebe gut. So erhalten Betriebe mit bis zu neun Angestellten 5.000 Euro, derweil Betriebe mit zehn bis 20 Angestellten 12.500 Euro erhalten. Einzelheiten sollen ab Freitag auf der Webseite guichet.lu zu finden sein.

Rückkehrer aus Portugal

Und dann war heute auch noch über die sozialen Medien zu erfahren , dass eine ganze Reihe von Einwohnern, darunter in erster Linie Portugiesen, die vergangenen Wochen trotz eines allgemeinen Reiseverbots beziehungsweise der Reisebeschränkungen und der teilweise geschlossenen Grenzen im Ausland verbracht haben sollen, und nun, wo die Baustellen wieder eröffnet wurden, anscheinend wieder nach Luxemburg zurückgekehrt sind. Der Direktor der „Santé“, Dr. Jean-Claude Schmit, bestätigte diese Informationen gegenüber RTL, wobei er jedoch unterstrich, dass von diesen Leuten aber keine besondere Gefahr ausgehe, da das Coronavirus sich ja inzwischen in ganz Europa verbreitet habe.