LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Til Schweiger will’s mit „Kokowääh 2“ noch mal wissen

Vor zwei Jahren konnte Schauspieler und Regisseur Til Schweiger mit seiner sentimentalen Komödie „Kokowääh“ das Publikum auf eine vergnügliche, wie auch gefühlvolle Art und Weise unterhalten. Da er mit „Zweiohrküken“, der Fortsetzung zu „Keinohrhasen“, bereits an einen seiner Erfolge angeknüpft hatte, leider aber nicht auf die glücklichste Art, versucht er es erneut mit einem zweiten Teil.

„Kokowääh 2“ heißt sein neuer Film, in dem er selbst Regie führt und wie gewohnt die Hauptrolle spielt, in diesem Fall die von Henry.

Chaos in der Patchwork-Familie

In Henrys Patchwork-Familie kriselt es. Tristan (Samuel Finz), der Ex von Henrys Freundin Katharina (Jasmin Gerat), ist pleite und zieht zu Henry, während die genervte Katharina auszieht, um sich dem Schreiben ihres neuen Buches zu widmen.

Die beiden Männer teilen sich nun die anfallenden Hausarbeiten, wie auch die Pflichten um die beiden Kinder, Magdalena (Emma Schweiger) und Baby Louis. Tristan hat mit Anna (Jytte-Merle Böhrnsen) eine neue Freundin gefunden. Auch Magdalena ist verliebt, nämlich in Max (Nico Liersch). Andererseits ist Nick (Maurizio Magno) ein netter Schulfreund, der ihre Mathearbeiten schreiben darf, den sie aber nicht „liebt“.

Probleme und Misstrauen

Henry hat derweilen Probleme mit seinem neuen Film, in dem Matthias Schweighöfer die Hauptrolle spielen soll. Der Filmstar will unbedingt Joseph Fichtlhuber (Michael Ostrowski) als Regisseur, da dieser die Goldene Palme mit seinem letzten Film gewonnen hat.

Außerdem glaubt Henry, dass Katharina ihn mit ihrem Lektor Luc (Gedeon Burkhard) betrügt.

Witziges und Peinliches

Die bekannten Figuren aus dem ersten Teil lässt Schweiger ganz einfach in einer neuen Geschichte agieren. Das Resultat ist nicht sonderlich originell, enthält jedoch ein paar nette und witzige Szenen, in denen sich z. B. Schweigers leibliche Tochter Emma als Jungtalent erweist, wie aber auch einige Momente, die man vergessen kann, wie eine Wickelszene mit Louis. Interessant und lustig sind des Weiteren die Seitenhiebe auf das deutsche Filmgeschäft. Bewundern muss man eigentlich Schweighöfer, der diese Späße mitmacht, die größtenteils gegen ihn gerichtet sind. War der erste Teil noch ausgeglichen, so macht der zweite viele Berg- und Talfahrten mit. Mal ist das Gezeigte interessant und lustig, dann wieder peinlich und überflüssig. Schade, dass Schweiger verschiedene gute Ideen einfach in billigen Klamauk verwandelt hat.